Dietikon

Reppisch-Brückenschlag ist geschafft: 50 Tonnen schwere Betonteile sind am Ziel

Im Dietiker Oberdorf ist der Brückenschlag über die Reppisch geschafft. Im August rollt der Verkehr.

Ingenieur Kurt Funk stand auf der Hilfsbrücke und klatschte begeistert. Im Hintergrund vermischte sich der Lärm der motorbetriebenen Baustellenlampen mit dem Grillengezirpe. Der Brückenschlag von der Steinmürlistrasse über die Reppisch zur Oberdorfstrasse war vollendet, in der Nacht von Montag auf Dienstag. «Ich bin zufrieden, sie haben es gut gemacht», sagte Funk über die Arbeiter.

Sechs vorgefertigte Betonelemente mit Armierungseisen auf beiden Seiten wurden dafür per Lastwagen angeliefert. Die mittleren Betonelemente sind rund 2 Meter breit, 16 Meter lang und 50 Tonnen schwer. Aber am Schluss zählten die Zentimeter. Zum einen musste der Beton beidseits der Reppisch genau am richtigen Ort aufliegen. Zum anderen durften sich die Armierungseisen nicht gegenseitig im Weg stehen, sondern sie mussten perfekt ineinanderpassen wie die Einzelteile eines grossen Reissverschlusses. Wo das nicht der Fall war, nahmen die Arbeiter einen grossen Hammer, um die Armierungseisen passend zu machen, ehe der Pneukranführer das Betonelement ganz ans andere schob. In einem Fall musste ein Armierungseisen abgeschnitten werden.

Die Fugen zwischen den Elementen werden noch mit Beton ausgegossen. Ist er dann trocken, wird er mit einer Schicht Epoxidharz abgedichtet, als Schutz vor Wasser und Salz. Danach folgt eine Schicht Bitumen und ein sieben Zentimeter dicker Gussasphaltbelag. Durch den Beton werden zudem Gas-, Strom- und Datenleitungen verlegt. Bei den Trottoirs gibt es Granit-Randsteine.

Die Granit-Randsteine für das Trottoir stehen schon bereit.

Die Granit-Randsteine für das Trottoir stehen schon bereit.

Spätestens am 30. August rollt der Verkehr über die Brücke. Bis dann steht noch die Hilfsbrücke, auf der man nur in Richtung Westen fahren darf.

Die alten Brückenelemente waren im Mai herausgehoben worden (die Limmattaler Zeitung berichtete). Sie stammten noch aus dem Jahr 1928.

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