Dietikon
Reppisch-Brückenschlag ist geschafft: 50 Tonnen schwere Betonteile sind am Ziel

Im Dietiker Oberdorf ist der Brückenschlag über die Reppisch geschafft. Im August rollt der Verkehr.

David Egger
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Sechs Betonelemente wurden mit Lastwagen wie diesem an die Reppisch geliefert.
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Einen solchen Brückenschlag lässt man sich natürlich nicht entgehen.
Ein Pneukran transportierte die bis zu 50 Tonnen schweren Betonelement durch die Luft.
Brückenschlag über die Reppisch in der Nacht auf den 30. Juli 2019
... wo sie dann zentimetergenau am richtigen Ort ...
... montiert werden mussten.
Zahlreiche Schaulustige wohnten dem Spektakel bei.
Wegen den vielen Armierungseisen auf beiden Seiten der Betonelemente war es eine grosse Herausforderung, ...
... die Betonelemente ganz aneinander zu schieben.
Über Funk wurden dem Kranführer Anweisungen gegeben, ...
... damit alles zentimetergenau passte.
Diese Herausforderungen meisterten die Bauarbeiter gleich mehrfach.
Hier bringt ein Lastwagen der Firma Richi aus Weiningen schon das nächste Betonelement.
Hier werden die Metallketten am Betonelement befestigt, damit der Pneukran diese an den richtigen Ort zirkeln kann.
Bevor die Betonelemente abgestellt wurden, wurde auf beiden Seiten der Reppisch Zement angebracht.
Die Bauarbeiter arbeiten nicht nur präzis, sondern auch schnell.
Das machte auch den vielen Zuschauern Eindruck.
Das nächste Betonelement schwebt durch die Luft.
Hier besonders gut zu sehen sind die Armierungseisen auf beiden Seiten der Betonelemente.
Langsam nähert sich das Betonelement dem Ziel, ...
... immer näher rückte das Ende des Brückenschlags.
Der Pneukranführer leistete tadellose Arbeit, als er die Betonelemente durch die Luft zirkelte.
Auf beiden Seiten der Reppisch hatten jeweils mindestens zwei Bauarbeiter alles unter Kontrolle.
Sie schauten ganz genau hin.
Denn die Armierungseisen durften einander nicht im Weg stehen.
Wie bei einem grossen Reissverschluss mussten die Armierungseisen aneinander vorbeipassen.
Stück für Stück verschwand die Reppisch unter dem Beton.
Hier stand ein Armierungseisen dem anderen im Weg.
Eine schnelle .Lösung war deshalb gefragt, ...
... und so wurde ein Armierungseisen abgeschnitten.
Die Betonelemente mit den Armierungseisen waren alle ausserhalb von Dietikon vorgefertigt worden.
Hier schwebt das sechste und damit letzte Betonelement durch die Luft.
Da es verkehrt auf dem Lastwagen lag, musste es zuerst in der Luft gedreht werden.
Auch diese Aufgabe meisterte der Pneukranführer mit Bravour.
Und so sank dann auch das letzte Betonelement seinem Ziel entgegen.
Die viereckige Lücke im Beton hat einen speziellen Zweck, ...
... durch sie wird nämlich eine Gasleitung hindurchführen.
Doch zuerst musste das Betonelement montiert werden.
Auch hier zeigt sich: Es geht um Zentimeter.
Hier der Blick von der anderen Seite der Reppisch.
Es war nun schon bald Mitternacht.
Aber die Bauarbeiter waren hellwach.
Die Baustelle wurde von grossen motorbetriebenen Beleuchtungsvorrichtungen erhellt.
Passen alle Armierungseisen aneinander vorbei?
Nicht ganz. Also wird mit dem Hammer alles passend gemacht.
Und dann wars geschafft, das letzte Betonelement montiert. Ingenieur Kurt Funk (rechts im Bild) klatschte begeistert.
Gegen Ende August wird der Verkehr über die neue Reppisch-Brücke rollen.

Sechs Betonelemente wurden mit Lastwagen wie diesem an die Reppisch geliefert.

Limmattaler Zeitung/David Egger

Ingenieur Kurt Funk stand auf der Hilfsbrücke und klatschte begeistert. Im Hintergrund vermischte sich der Lärm der motorbetriebenen Baustellenlampen mit dem Grillengezirpe. Der Brückenschlag von der Steinmürlistrasse über die Reppisch zur Oberdorfstrasse war vollendet, in der Nacht von Montag auf Dienstag. «Ich bin zufrieden, sie haben es gut gemacht», sagte Funk über die Arbeiter.

Sechs vorgefertigte Betonelemente mit Armierungseisen auf beiden Seiten wurden dafür per Lastwagen angeliefert. Die mittleren Betonelemente sind rund 2 Meter breit, 16 Meter lang und 50 Tonnen schwer. Aber am Schluss zählten die Zentimeter. Zum einen musste der Beton beidseits der Reppisch genau am richtigen Ort aufliegen. Zum anderen durften sich die Armierungseisen nicht gegenseitig im Weg stehen, sondern sie mussten perfekt ineinanderpassen wie die Einzelteile eines grossen Reissverschlusses. Wo das nicht der Fall war, nahmen die Arbeiter einen grossen Hammer, um die Armierungseisen passend zu machen, ehe der Pneukranführer das Betonelement ganz ans andere schob. In einem Fall musste ein Armierungseisen abgeschnitten werden.

Die Firma Birchmeier Bau AG verfolgte die Bauarbeiten auch aus der Höhe. Dafür wurde eine Drohne eingesetzt.
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So liessen sich die bis zu 50 Tonnen schweren Betonbrückenelemente auch aus der Luft beobachten.
Hier ein weiteres Drohnenfoto.
Auf diesem Drohnenfoto ist besonders gut zu sehen, wie gut der Baustellenbereich beleuchtet wurde, während rundherum nächtliche Dunkelheit herrschte.

Die Firma Birchmeier Bau AG verfolgte die Bauarbeiten auch aus der Höhe. Dafür wurde eine Drohne eingesetzt.

ZVG/Urs Kaderli/Birchmeier Bau AG

Die Fugen zwischen den Elementen werden noch mit Beton ausgegossen. Ist er dann trocken, wird er mit einer Schicht Epoxidharz abgedichtet, als Schutz vor Wasser und Salz. Danach folgt eine Schicht Bitumen und ein sieben Zentimeter dicker Gussasphaltbelag. Durch den Beton werden zudem Gas-, Strom- und Datenleitungen verlegt. Bei den Trottoirs gibt es Granit-Randsteine.

Die Granit-Randsteine für das Trottoir stehen schon bereit.

Die Granit-Randsteine für das Trottoir stehen schon bereit.

Limmattaler Zeitung/David Egger

Spätestens am 30. August rollt der Verkehr über die Brücke. Bis dann steht noch die Hilfsbrücke, auf der man nur in Richtung Westen fahren darf.

Die alten Brückenelemente waren im Mai herausgehoben worden (die Limmattaler Zeitung berichtete). Sie stammten noch aus dem Jahr 1928.