Unterengstringen
René Rey ermutigt in seiner 1. August-Rede zu «es bitzli weniger»

Die Festansprache von Gemeindepräsident René Rey in Unterengstringen war von einer seiner eigenen Reden inspriert. Statt "es bitzli meh" rief er nun zu "es bitzli weniger" auf.

Merken
Drucken
Teilen
1.-August-Rede Unterengstringen
5 Bilder
Redner René Rey.
Die Trachtengruppe Schlieren sorgte für Unterhaltung.
Die Trachtengruppe Schlieren in Trachten aus allen Gegenden der Schweiz.
Gemeindepräsident René Rey appellierte an etwas weniger von allem.

1.-August-Rede Unterengstringen

Flurina Dünki

Fast wäre die Festansprache in Unterengstringen ins Wasser gefallen. Denn das Auto von Gemeindepräsident René Rey (FDP), der im ersten Jahr nach seiner Wahl die 1.-August-Rede halten sollte, hatte einen Platten – mitten auf dem Albulapass. Das Auto musste in Preda gelassen werden und der Gemeindepräsident per Zug ins Unterland fahren.

Seine Rede war dann von einer seiner eigenen Festansprachen mit dem Titel «Es bitzli meh» inspiriert, die er vor Jahren gehalten hatte. Neue gesellschaftliche Phänomene wie der Hang zur Hektik, die zunehmende Angst vor der Ausübung eines politischen Amtes oder unsere Abhängigkeit von Smartphones verleiteten ihn dazu, seine Meinung von damals zu revidieren. Er rief nun auf zu: «Es bitzli weniger.»

Blick frei fürs Wesentliche

Weshalb würden wir den ganzen Tag hetzen, die ganze Zeit in unsere Handys schauen und dadurch das, was um uns geschehe, nicht mehr wahrnehmen», fragte Rey seine Gemeinde. Er appellierte an Smartphone-Nutzer, sich zu mässigen, potenzielle Freiwillige, sich in der Gemeinde zu engagieren, Eltern, ihre Kinder auf Bäume klettern zu lassen und – nicht zuletzt – an den Gesetzgeber, nicht zu viele hindernde Vorschriften zu erlassen. Denn durch neue Normen würde auch die Freiheit derjenigen eingeschränkt, die nach mehr Gesetzen schrien.
Der Ruf nach weniger löste positive Reaktionen bei den Unterengstringern aus, die sich offensichtlich in Reys Schilderungen wiedererkannten. (fdu)