Birmensdorf
Renaturierung des Wüeribachs: Erste Bäume und Büsche fallen

Gestern begann die erste Phase der Renaturierung des Wüeribachs. Das Gewässer soll besser vor Hochwasser geschützt werden und mehr Lebensraum für Kriechtiere und Vögel bieten.

Franziska Wagner
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Entlang des Wüeribachs in Birmensdorf werden Bäume gerodet als Teil der Renaturierung und Hochwassersicherung.
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Mit schwerem Gefährt holzen die Arbeiter unzählige Büsche und rund 30 Bäume ab.
Erich Hess (hinten) befestigt das Stahlseil an einem frisch gefälltem Baum.
Die erste Phase der Renaturierung des Wüeribachs in Birmensdorf

Entlang des Wüeribachs in Birmensdorf werden Bäume gerodet als Teil der Renaturierung und Hochwassersicherung.

Ana Valeria Legat / Franziska Wagner

Der Mitarbeiter des Gewässerunterhalts setzt die Motorsäge an und schneidet den Baum rasch an beiden Seiten an, worauf dieser krachend in den Wüeribach platscht. Immer wieder trat dieser in der Vergangenheit über die Ufer. Doch damit ist jetzt Schluss: Der Bach in Birmensdorf wird hochwassersicher gemacht und renaturiert.

Diese Woche werden die Ufer des Bachs für das Grossprojekt gerodet. Grösstenteils wachsen dort Büsche, nur etwa 30 Bäume muss das Team um Erich Hess fällen. Eine Arbeit, die das kantonale Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL) schon länger ins Auge gefasst hatte. «Eigentlich wollten wir noch warten, bis es wieder gefriert. Aber ob das dieses Jahr überhaupt noch passiert, ist ja ein wenig unsicher» sagt Hess und lacht. Deshalb habe man nun mit dem Roden begonnen.

Diese Arbeit müsse nämlich vor dem 1. Mai abgeschlossen sein; dann endet die Fischschutzsaison und die Arbeiter können mit der Absenkung und Verbreiterung des Bachbetts beginnen. Neben der Sicherung gegen Hochwasser entstehen durch diese Verbreiterung vor allem auch an Land Nischen, die Kriechtieren und Vögeln Lebensraum bieten sollen.

Das AWEL hatte die unmittelbar betroffenen Anwohner der Bachstrasse vorgängig informiert. «Für den Verkehr wird es keine Einschränkungen geben», versichert Erich Stutz, Abteilungsleiter Wasserbau. Höchstens für die Besucher des Schwimmbads könnte der Zugang leicht eingeschränkt sein, aber eine Umleitung für Fussgänger ist in Planung.

Das AWEL hofft, die Arbeiten bis Ende dieses Jahres abgeschlossen zu haben. Geht das nicht, wird der Rest 2015 erledigt werden müssen.