Letzte Woche rettete der Jagdaufseher von Unterengstringen zwei Rehkitze vor der Mähmaschine. Immer wieder suchen die Jäger die Wiesen ab, in denen die Rehkitze im hohen Gras liegen könnten. Oft geben die Bauern den Jägern am Tag vor dem Mähen Bescheid. In diesem Falle verblenden die Jäger die Wiese. Beim Verblenden stellen sie Stangen mit raschelnden und glitzernden Alufolien, blinkende Baustellenlampen oder gar ein Radio in die Wiese. «Einfach etwas, was aussergewöhnlich ist für die Rehe», sagt Urs Hilfiker, der Jagdaufseher im Revier Unterengstringen.

Wenn die Rehmütter diese Dinge wahrnehmen, nehmen sie ihre Jungen mit an einen Platz, der ihnen sicherer scheint. Bei der Rehkitz-Rettungsaktion gesellen sich oft freiwillige Helfer zu den Jägern. Wichtig ist dabei vor allem, dass die Rehkitze nicht berührt werden. Denn durch Berührung werden die erst mal geruchlosen Tiere riechbar. Als Folge kann es sein, dass Beutegreifer die Rehkitze riechen oder die Muttertiere ihre Jungen verstossen.