Der neue Kreisel in Geroldswil könnte schon bald gebaut werden: An seiner Sitzung vom Mittwoch hat der Regierungsrat das Projekt für die Sanierung und Umgestaltung der Limmattalstrasse in Geroldswil festgesetzt. Das hat er gestern mitgeteilt.

Mit seinem Entscheid hat der Regierungsrat auch zwei Einsprachen abgewiesen. Diese hatten das Projekt bisher verzögert, das unter anderem einen Kreisel beim Zentrum vorsieht. Mit vier weiteren Einsprechern ist sich der Kanton schon länger einig geworden.

Noch wäre es aber zu früh, als dass Befürworter des Kreisel die Korken knallen lassen könnten: Die zwei verbleibenden Einsprecher haben noch die Möglichkeit einer Beschwerde beim Verwaltungsgericht. Um eine solche einzureichen, haben sie noch 30 Tage Zeit.

Die beiden Privatpersonen wehren sich zum einen gegen die neue Linienführung der Limmattalstrasse, zum anderen gegen den Landerwerb, der nötig ist, um das Projekt zu realisieren.

Baubeginn im Frühling geplant

Wie der Regierungsrat schreibt, sollen die Bauarbeiten im Frühling beginnen – wenn die beiden Einsprecher ihren Widerstand nun aufgeben. So wären die Arbeiten bis Ende 2018 abgeschlossen.

Wann genau der Baustart im Frühling sein soll, ist noch offen. Warum, erklärt Christian Kull vom Tiefbauamt: «Der Baustart hängt von der Gesamtkoordination mit den Projekten in Unterengstringen, Weiningen und Oetwil ab. Das Konzept für die Umleitungen muss genau auf den Bauablauf abgestimmt werden.»

Bau-Auftrag noch nicht vergeben

Ebenfalls noch nicht definitiv beschlossen ist, wer die Arbeiten in Geroldswil ausführen wird. «Die Ausschreibung ist erfolgt. Die Vergabe der Baumeisterarbeiten wird beim Regierungsrat beantragt», sagt Christian Kull.

Das Limmattalstrassen-Projekt in Geroldswil ist Teil der flankierenden Massnahmen zum Ausbau der Nordumfahrung (dritte Gubrist-Röhre). Entsprechende Projekte sind auch in Oetwil, Weiningen und Unterengstringen geplant.

Die flankierenden Massnahmen haben zum Ziel, dass das rechte Limmattal vom Durchgangsverkehr entlastet wird. Dieser soll auf die Autobahn verlagert werden. Mit der Festsetzung des Geroldswiler Projekts hat der Regierungsrat auch die nötigen Ausgaben in der Höhe von 6,2 Millionen Franken bewilligt. Weitere gut 1,5 Millionen Franken zahlt das Bundesamt für Strassen. 213 000 Franken übernimmt die Gemeinde. Diesen Betrag hat die Gemeindeversammlung bereits 2014 bewilligt, kurz nachdem das Projekt öffentlich aufgelegen war.

Neben dem Kreisel sind behindertengerechte Fahrbahnhaltestellen für die Busse geplant sowie vier Fussgängerstreifen mit Schutzinseln. Auch die Beleuchtung wird erneuert. Zudem erhält die Limmattalstrasse einen lärmreduzierenden Belag.