Dietikon

Reformierte wollen ein Pfarrhaus für 1,28 Millionen kaufen

In diesem Haus soll die künftige Pfarrperson leben und arbeiten.

In diesem Haus soll die künftige Pfarrperson leben und arbeiten.

Am 15. Januar bestimmt die Kirchgemeindeversammlung über den Erwerb eines Hauses für den neuen Pfarrer. Das 6½-Zimmer-Einfamilienhaus steht an der Narzissenstrasse.

Es steht an der Narzissenstrasse und soll dereinst den künftigen reformierten Pfarrer oder die Pfarrerin beherbergen: Das 6½-Zimmer-Einfamilienhaus, das die Kirchenpflege als neues Pfarrhaus erwerben möchte. Der Kaufpreis des Gebäudes liegt bei 1,28 Millionen Franken. «Grund für den geplanten Kauf sind finanzielle Überlegungen», erklärt Alfred Bachmann, Liegenschaftsverwalter der reformierten Kirche. Der ehemalige und jetzt pensionierte Pfarrer Markus Bayer bewohnte mit seiner Familie eine private Mietwohnung mit angrenzenden Amtsräumen.

Da sich das Auswahlverfahren für eine neue Pfarrperson als sehr zeitaufwendig herausgestellt habe, sei dieses Mietverhältnis aufgelöst worden, sagt Bachmann.

Finanziell vorteilhafter

«Es ist eine Zielsetzung der Pfarrwahlkommission, als Nachfolger eine Pfarrfamilie für unsere Kirchgemeinde zu finden und ihr eine zeitgemässe Wohnmöglichkeit anzubieten», so Bachmann. Bei der Suche nach der Wohnmöglichkeit sei man auf das 6½-Zimmer-Einfamilienhaus an der Narzissenstrasse gestossen, das neben den Wohnräumlichkeiten auch einen abgrenzbaren Teil bietet, in dem der Amtsraum eingerichtet werden könnte.

«Eine Kostenberechnung der Kirchenpflege hat ergeben, dass der Erwerb des Einfamilienhauses für die Kirchgemeinde finanziell vorteilhafter ist, als wenn wir einer neuen Pfarrperson eine gemeindeeigene 5½-Zimmer-Wohnung in unserem Mehrfamilienhaus Sonneggstrasse und Amtsräume im Kirchgemeindehaus zur Verfügung stellen müssten», erklärt Bachmann. Die Wohnungen im Mehrfamilienhaus Sonneggstrasse werden jeweils fremdvermietet.

Gemäss Kirchenordnung der Evangelisch-reformierten Landeskirche des Kantons Zürich sind die Kirchgemeinden verpflichtet, ihren gewählten Pfarrpersonen zeitgemässe Pfarrwohnungen mit fünf bis sieben Wohnräumen sowie ein Arbeits- und Sprechzimmer zur Verfügung zu stellen, was mit dem geplanten Gebäude erfüllt wäre. Zudem sei die Nähe zur Kirche und Kirchgemeindehaus gegeben und es sei ein repräsentatives, gut gepflegtes Objekt. Wie den Unterlagen zur ausserordentlichen Kirchgemeindeversammlung zu entnehmen ist, entspricht es allen Bedürfnissen.

An der Versammlung wird das Haus mit einem Grundrissplan ausführlich vorgestellt und eine detaillierte Kostenrechnung der möglichen Varianten gezeigt.

«Die Kirchenpflege ist zuversichtlich, dass die Kirchgemeindeversammlung der Vorlage zustimmt», so Bachmann. Die Rechnungsprüfungskommission der Kirchgemeinde (RPK) empfiehlt hingegen, die Vorlage abzulehnen: «Zur Zeit besteht keine zwingende Notwendigkeit für den Erwerb», schreibt sie. Der Nachweis der günstigeren Kosten habe nicht erbracht werden können und Faktoren wie Nutzung bis zum Einzug der Pfarrfamilie, Vermietungsrisiko, späterer Sanierungs- und Modernisierungsrisiko könnten weitere Kosten verursachen. Zudem bestehe so beim gemeindeeigenen Mehrfamilienhaus Sonneggstrasse ein Leerstandsrisiko.

Urnenabstimmung entscheidet

Definitiv entschieden über den Kauf wird am 3. März mit einer Urnenabstimmung der reformierten Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern.

Die ausserordentliche Kirchgemeindeversammlung findet am Dienstag, 15. Januar um 20 Uhr im reformierten Kirchgemeindehaus in Dietikon statt.

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