Geroldswil
Reformierte Kirche verhandelt mit drei Kaufinteressenten

Eine Abstimmung über den Wohnblockverkauf kommt wohl im November. Die Kirche braucht Geld, um die anstehenden Sanierungen der gemeindeeigenen Liegenschaften finanzieren zu können.

Sandro Zimmerli
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Die Kirchgemeinde Weiningen will den Wohnblock an der Poststrasse für 3,7 Millionen Franken verkaufen. zim

Die Kirchgemeinde Weiningen will den Wohnblock an der Poststrasse für 3,7 Millionen Franken verkaufen. zim

Die Stimmberechtigten der Reformierten Kirchgemeinde Weiningen werde voraussichtlich im November über den Verkauf des Wohnblockes an der Poststrasse 7 und 7a in Geroldswil abstimmen. «Die Verkaufsverhandlungen sind in vollem Gang», sagte Kirchgemeindepräsidentin Barbara Haller an der Kreisgemeindeversammlung vom Mittwochabend. Derzeit führe man Gespräche mit drei Interessenten, die bereit seien, den von der Kirche geforderten Betrag von 3,7 Millionen Franken zu bezahlen. Man hoffe, dass der Vertrag noch in diesem Jahr aufgesetzt werde, sodass die Kirchgemeindeversammlung im November über den Verkauf befinden könne.

Grund für die Veräusserung der Liegenschaft sind die schwierigen finanziellen Verhältnisse, in denen sich die Kirchgemeinde – sie umfasst die Gemeinden Unterengstringen, Weiningen, Geroldswil und Oetwil – befindet. Die Kirche braucht Geld, um die anstehenden Sanierungen der gemeindeeigenen Liegenschaften finanzieren zu können. Das Investitions-Portfolio rechnet mit rund
2,5 Millionen Franken, die in den kommenden Jahren für die verschiedenen Sanierungsmassnahmen aufgewendet werden müssen. Durch den Verkaufserlös des Geroldswiler Wohnblockes könnten die Sanierungen bezahlt und Schulen abgebaut werden.

Widerstand gegen Verkaufsidee

Allerdings ist das Verkaufsvorhaben nicht unumstritten. An der letzten Kirchgemeindeversammlung Ende November wurden bei der Beratung des Budgets 2012 Stimmen laut, die sich gegen einen Verkauf der Liegenschaft aussprachen.

Sollte der Verkauf des Wohnblockes scheitern, käme Plan B zum Tragen. Dann würden wieder das Pfarrhaus und die angrenzende Wiese in Unterengstringen in den Fokus der Diskussionen rücken. Für die Zukunft dieses Grundstückes sind vor rund eineinhalb Jahren bereits fünf mögliche Szenarien vorgestellt worden, die unter anderem den Verkauf oder die Abgabe im Baurecht zum Inhalt hatten.