Dietikon

Reformierte Kirche feiert 40-Jahr-Jubiläum der handgefertigten Metzlerorgel

Bereits in der vierten Generation stellt die Familie Metzler in aufwändiger Handarbeit Orgeln her. Nun feierte man das 40-Jahr-Jubiläum in der reformierten Kirche in Dietikon. Dabei gab es die verschiedensten Klänge zu hören.

Die Wassermusik» hiessen am vergangenen Samstagabend die festlichen Orgelklänge für zwei und vier Hände. Der Anlass dazu war das 40-Jahr-Jubiläum der Metzlerorgel in der reformierten Kirche Dietikon. Das «Duo Tastologie» mit den beiden Organisten Jonas Herzog und Stefan Müller spielte abwechslungsweise allein oder zusammen.

Aufwändige Handarbeit

Höhepunkt in diesem ersten Teil des Orgeljubiläums war gewiss die vierhändige Orgelversion der fünften Sinfonie von Ludwig van Beethoven. Das prägnante Anfangsmotiv gehört wohl zu den populärsten Tonfolgen der klassischen Musik.

Nach dieser feierlichen Musik auf der Königin der Instrumente konnten die Zuhörer wählen zwischen einer Orgelführung mit Andreas Metzler oder dem Film «Ein Werkstattbesuch in Dietikon» im Kirchgemeindesaal. Dabei wird im Film eindrücklich gezeigt, wie sich die Familie Metzler bereits in der vierten Generation intensiv mit dem mechanischen Orgelbau auseinandersetzt und sämtliche Orgelteile in vorwiegend aufwändiger Handarbeit selber herstellt.

Jazz vom Feinsten

Das zweite Highlight war die barocke Orgelmusik sowie die Jazz-Improvisationen unter dem Motto «Bach, Krebs & Meer». Dabei brillierte Elisabeth Berner mit akkurat gespielten Werken von Johann Sebastian Bach und Johann Ludwig Krebs. Höhepunkt des Festprogramms waren hingegen die Jazz-Improvisationen von Daniel Frei und der Organistin Elisabeth Berner. Dazu sagte der Tenor und Sopransaxofonist: «Ich habe mich extrem gefreut, mit Elisabeth Berner zu musizieren. Es hat sehr viel Spass gemacht.»

Auch Walter Briner lobte: «Die beiden haben Konzerte gezeigt, dass man auch in Dietikon hochstehende klassische Musik und grossartige Jazzrhythmen hören kann. Es war tatsächlich Jazz vom Feinsten», so der reformierte Kirchenpflegepräsident.

Dazu sagte Andreas Metzler: «Für mich waren die beiden Konzerte eine super Darstellung unseres Instrumentes.» Die verschiedenen Musikstile seien auf dieser 40-jährigen Orgel wunderschön zum Ausdruck gekommen. «Spannend fand ich vor allem die Jazz-Improvisationen mit dem Saxofonspieler Daniel Frei», so der 53-Jährige, der allerlei Interessantes und Wissenswertes zum Dietiker Instrument erzählen konnte.

Organistin, «Schwerarbeiterin

Die Urdorferin Trudi Leimgruber ergänzte: «Ich fand das Konzert sensationell. Vor allem der zweite Teil war überwältigend.» Sie habe einmal mehr gestaunt, was man mit einer Orgel alles spielen könne. «Die Dietiker Organistin war wirklich eine ‹Schwerarbeiterin› und ich stelle immer wieder fest, dass Frauen ein unglaubliches Feeling für das Orgelspiel haben», so Leimgruber.

Und zuletzt fügte Dietrich Pestalozzi an: «Die sehr schwierigen Bach-Stücke hat Elisabeth Berner absolut perfekt gespielt.» Genial beherrsche die Dietiker Organistin das Instrument sowohl bei der Klassik als auch beim Jazz. «Ich bewundere vor allem das gefühlvoll gespielte klassische Repertoire und auch die phänomenalen Improvisationen», so Pestalozzi.

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