Vimentis Umfrage
Rechte finden: Ein paar Tage Knast bringen es mehr als Geldstrafen

Sollen Kriminelle eher Geldstrafen und gemeinnützige Arbeit aufgebrummt bekommen oder doch lieber in den Knast? Bei den Kandidierenden für den Kantonsrat zeigt sich ein klares Bild: Bürgerliche, allen voran die SVP, sind für Gefängnis, Linke dagegen.

Merken
Drucken
Teilen

Sollen Delinquenten anstelle von gemeinnütziger Arbeit und Geldstrafen lieber (auch wenn nur für kurze Zeit) hinter Schloss und Riegel? Das fragte die Polit-Plattform «Vimentis» im Auftrag der «Limmattaler Zeitung» die Parteien im Kanton Zürich. Dabei zeigt sich ein eindeutiges Bild: Die Bürgerlichen Parteien befürworten kurzfristige Freiheitsstrafen - Linke hingegen lehnen dies ab.

Lieber Freiheitsstrafe oder Geldbusse bzw. gemeinnützige Arbeit? Das sagen Kandidierende der für den Zürcher Kantonsrat.

Lieber Freiheitsstrafe oder Geldbusse bzw. gemeinnützige Arbeit? Das sagen Kandidierende der für den Zürcher Kantonsrat.

Vimentis

Am stärksten war die Zustimmung für Freiheitsstrafen bei der SVP mit 86 Prozent gefolgt von der FDP (72 Prozent) und der EDU (60 Prozent). Immerhin 53 Prozent aller Kandidierenden von CVP, BDP und EVP befürworten vermehrte Freiheitsentzüge.

Dagegen sind Grüne, SP, GLP und die Piraten. Am vehementesten lehnen die Grünen kruzzeitige Freiheitsstrafen ab (90 Prozent) gefolgt von der SP mit 81 Prozent. Kandidierende der Grünliberalen verwerfen die Idee von vermehrten Freiheitsstrafen mit 77 Prozent dicht gefolgt von den Piraten mit 76 Prozent.

Insgesamt haben sich run 67 Prozent aller Kandidaten bei den Zürcher Kantonsratswahlen bei der Vimentis Umfrage beteiligt. (rhe)