Dietikon könne im Kanton Zürich eine Vorreiterrolle einnehmen und als Vorbild für viele weitere Gemeinden dienen, sagte Catalina Wolf-Miranda (Grüne) im Verlaufe der Ratsdebatte.

Sie hatte eine Motion verfasst, die bereits vor der Behandlung im Rat grosse Beachtung fand. Sie fordert darin ein Rauchverbot auf öffentlichen Spielplätzen (die Limmattaler Zeitung berichtete).

Das Anliegen stösst auf breite Zustimmung: Schon für ihre Motion hatte Catalina Wolf-Miranda Mitunterzeichner von links (AL) bis rechts (SVP) gefunden. In der gestrigen Ratsdebatte kam es zu keiner einzigen Wortmeldung. Und der Stadtrat erklärte sich bereit, den Vorstoss entgegenzunehmen. Damit wurde die Motion diskussionslos überwiesen.

Wie Catalina Wolf-Miranda in ihrer Begründung kurz ausführte, geht es ihr einerseits um den Schutz der Kinder. Diese sollen auf einem Spielplatz nicht passiv mitrauchen müssen. Zudem sollen sie nicht mit Zigarettenkippen in Kontakt kommen: «Kinder nehmen alles in den Mund – und ein Zigarettenstummel enthält gemäss WHO mindestens 50 krebserregende Chemikalien.» Andererseits will die Gemeinderätin die Umwelt schützen. Bei Putzaktionen in verschiedenen Städten seien 30 bis 40 Prozent des Abfalls auf weggeworfene Raucherwaren zurückzuführen.

Unter anderem in Chur und einigen Aargauer Gemeinden bestehen Rauchverbote auf Spielplätzen. Im Kanton Zürich gibt es das bislang nicht. Der Dietiker Stadtrat muss nun innert sechs Monaten aufzeigen, wie er das Verbot umsetzen würde – und wie er die Vorreiterrolle einnehmen will.

Im Dietiker Gemeinderat kam zudem ein Postulat knapp durch, das verlangt dass auf der Schöneggstrasse Tempo 30 eingeführt wird. Hier geht es zum Bericht zu diesem Traktandum.