Dietikon
«Rattenhirn» und «Schlangenblut» wecken die Lust auf Pfadi

Am nationalen Pfadi-Schnuppertag 2015 lud auch die Abteilung Limmattal dazu ein, etwas Pfadi-Luft zu schnuppern – ein spannender Nachmittag für Interessierte und Hungrige.

Christian Murer
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Pfadi-Schnuppertag in Dietikon
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Während die Pizzas in der Glut schmoren, amüsieren sich die Buben und Mädchen auf der nahen Wiese mit Geländespielen.
Frau «Professorin» Tamina hat sämtliche Zutaten auf dem Weg nach Dietikon verloren.
Sorgfältig in Alufolie verpackt, werden die Pizzas im offenen Feuer gebacken.

Pfadi-Schnuppertag in Dietikon

Christian Murer

Ein trockener kalter Wind bläst einem an diesem besonnten Samstagnachmittag um die Ohren. Vor der Dietiker Stadthalle hat sich ein gutes Dutzend Mädchen und Buben versammelt, um gemeinsam «Pfadiluft» zu schnuppern. Frau «Professor Doktor Mangan» alias Tamina möchte den Kindern die Chemie näher bringen. Doch leider hat besagte «Professorin» sämtliche Zutaten auf dem Weg von Adliswil nach Dietikon verloren. Da hilft allein die Geländeskizze, auf der die Siebensachen zu suchen sind.

Also machen sich die Pfadis und Wölflis auf die Pirsch in Richtung Skulpturenpark. Im Bachbett bei den Schrebergärten findet der 13-jährige Luke Ingram die Flasche mit dem «Schlangenblut». Weiter oben kommt ein Gütterli mit der Aufschrift «Gift – Pfadi Limmattal» zum Vorschein. Nachdem schliesslich alle Ingredienzen wie «Rattenhirn», «Fröschlisalami» und «Eingeweide» gefunden sind, begeben sich die Kinder zum Dietiker Pfadihuus.

Stolz aufs Pfadihemd

Wo Rauch ist, ist auch Feuer. Tatsächlich knistert im Rondell ein würdiges Lagerfeuer. Lorent Limoni garniert aus «Rattenhirn» und «Schlangenblut» – sprich Pizzateig und Tomatensauce – das italienische Nationalgericht. Und genauso bereitet die zehnjährige Jessie Ingram auf einer Alufolie ihr Fladenbrot zu und legt es ins offene Feuer. Dort sinniert der Drittklässler Dino Castaldo über ein glühendes Stecklein.

Auch Ashley Gutierrez freut sich an diesem Pfadi-Schnuppertag: «Es macht mega Spass, mit den Kolleginnen zusammen zu sein.» Positiv äussert sich ebenso die vierzehnjährige Belinda Schühle: «Ich bin schon seit einigen Jahren bei der Pfadi. Vor allem die Lager finde ich jeweils total lässig.» Sie habe mit Mila Ochsner und Andrina Caduff diese heutige Schnitzeljagd gestaltet. Und Luke sagt zu seinen zweimaligen Pfadilager-Erlebnissen: «Ich finde die Pfadi ganz toll, weil ich da ganz viele Kolleginnen und Kollegen finde.»

Mila Ochsner selber engagiert sich seit acht Jahren bei der Pfadi Limmattal: «Ich bin sehr gerne dabei. Ich kann dreckig werden. Ich lerne neue Leute kennen. Ich kann in Lager gehen und lerne zu führen.» Sie sei übrigens stolz aufs Pfadihemd, weil da viele Drucke und Sticker darauf sind.

Während die Pizzas in der Glut schmoren, amüsieren sich die Buben und Mädchen auf der nahen Wiese mit Geländespielen. Rund ums Pfadihuus absolvieren Jungwachtleiterinnen und -leiter aus der ganzen Schweiz einen zweitägigen Ausbildungskurs. Inzwischen ist es Zeit zum gemeinsamen Pizzaschmaus geworden. Ashley Pocahontas und Tahia Müller finden unisono: «Die Pizzas sind aber wirklich lecker geworden.» Die Jüngste im Pfadibund, die fünfjährige Sara Limoni, strahlt übers ganze Gesicht. Ob die Pfadi Limmattal an diesem Nachmittag wohl eine neue Teilnehmerin gewonnen hat?