Räben

Räbenlichter schmücken Aesch

Am Freitagabend versammelten sich die Kinder zum Umzug durch Aesch.

Am Freitagabend versammelten sich die Kinder zum Umzug durch Aesch.

Das ganze Dorf hat sich für den Räbenlichterumzug herausgeputzt. Rund 70 Kinder und ihre Eltern und Grosselterb haben an dem Anlass teilgenommen.

Wir befinden uns an der Ecke Grossacherstrasse, Sonnhaldenstrasse in Aesch. Es regnet, es ist dunkel. Doch von überall her treffen die Kinder hier ein, in der einen Hand ganz stolz ein Räbenlicht, an der anderen Mama oder Papa.

Sie alle haben dem Wetter getrotzt und sind hierhergekommen, um am Räbenlichterumzug mitzulaufen - auch der siebenjährige Dario. «Schau, mein Kerzlein», ganz stolz zeigt er sein Lichtlein. Seine Mama habe ihm die Räbe geschnitzt, sagt er, gestern Abend. Eine Tanne ist da hineingeschnitzt und ein Stern und in der Mitte flackert ein Kerzlein.

Etwas weiter drüben steht Rahel Helfenberger vom Organisationskomitee. Sie ist gerade damit beschäftigt, die vielen Lichtlein am hübsch geschmückten Leiterwägeli anzuzünden. Tannenzweige zieren das Wägeli und ganz viele Räben. Und jede sieht anders aus - einfach schön.

Dann begrüsst sie die Leute: «Es freut mich, dass heute so viele hierhergekommen sind, trotz des schlechten Wetters.» Und sie stimmt ein Lied an, das alle kennen, und alle Kinder singen mit: «Räbeliechtli, Räbeliechtli, wo gahsch hii? I di Dunkli Nacht ohni Sterneschi, da mues mis Liechtli sii.»

Die Lichter sind von weither sichtbar

Jetzt setzt sich der Zug in Bewegung. Sicher sechzig oder sogar siebzig Kinder mit ihren Eltern und Geschwistern. Zu sehen sind auch Grosseltern mit ihren Enkeln. Kinderwagen. Und von weit her sichtbar die Räbenlichter. Überall an der Umzugsroute haben die Dorfbewohner ihre Häuser geschmückt. Ebenfalls mit Räben, aber auch mit Laternen und mit Kürbissen. Wunderschön.

«Es freut uns natürlich ungemein, dass so viele mitgemacht haben», sagt Rahel Helfenberger unterwegs. Das Räbenlichterkomitee habe vor ein paar Tagen einen Flyer in alle Haushaltungen verschickt. «Der Flyer wurde gelesen», freut sie sich.

Über 350 Räben wurden in den letzten zwei Tagen geschnitzt, nicht nur von den Kindern in der Schule und im Kindergarten, sondern auch von ganz vielen Eltern.

Das Räbenlichterkomitee hatte eigens am Vorabend einen Schnitzabend im Werkraum des Schulhauses Nassmatt organisiert. Rund 20 Mütter seien gekommen und - was die Organisation besonders freut - auch ganz viele Neuzuzüger haben mitgemacht.

Unten am Ziel der Route warten bereits Cristina Ganter, Claudia Didone und einige andere Helferinnen und Helfer. Gemeinsam haben sie den Brunnenhof beim Gemeindehaus festlich geschmückt. Da brennen Lagerfeuer und wiederum Dutzende von Räbenlichtern.

Und am Stand halten die Helferinnen warme Wienerli mit Brot bereit und heissen Punsch für alle, die am Umzug mitgemacht haben.
Wenig später rücken sie an. Inzwischen hat der Regen nachgelassen. Noch einmal singen die Kinder ein Lied: «Lueg mis Räbeliechtli, ich has sälber gmacht. Lüchtet's nöd vo wiitem wie än Stern dur d'Nacht?». Und freuen sich auf einWienerli, auch der siebenjährige Dario.

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