Models, Sänger und Moderatoren aus der ganzen Welt machen es vor: Einmal jährlich treffen sie sich auf dem Fussballfeld und messen sich nicht in ihren gewohnten Disziplinen. Seit sechs Jahren tun es die Limmattaler Promis den Weltstars gleich und treten am Promi-Turnier in Schlieren gegeneinander an. Gemeinderäte, Parlamentarier, Sportler, Banker, Mitarbeiter der az Limmattaler Zeitung und weitere Bekannte aus Gewerbe und Wirtschaft versammelten sich bei perfektem Fussballwetter auf den Plätzen des FC Schlieren.

«Der Spass steht definitiv im Vordergrund», sagt Thomas Landis, Organisator und Goalie beim Gewerbeverein Schlieren. Es gehe um die Geselligkeit, das Turnier soll ein Treffpunkt sein. Entsprechend locker war die Stimmung. Es lief Partymusik, während der Speaker immer einen lockeren Spruch parat hatte.

Jung und Alt spielten mit, sehr sportliche Frauen und Männer, aber auch solche, die eher wegen der Kameradschaft gekommen waren. Einige Spiele waren eher langsam und gemütlich, andere schnell und hochkarätig, mit vollem Einsatz – aber auch dort wurde nach dem Spiel zusammen gelacht, es gab keine unfairen Aktionen. «Das grösste Problem bei Grümpelturnieren ist doch die Verletzungsgefahr», so Landis, deshalb würden immer weniger Leute bei solchen Turnieren mitmachen. «Um die Fairness zu garantieren, haben wir eine besondere Regel eingeführt: Nach jedem Foul muss der Verursacher zehn Liegestützen machen.» Ganz konsequent durchgesetzt wurde sie war nicht, aber trotzdem darf sich Landis jährlich über mehr Mitspieler freuen.

Ebenfalls wichtig ist dem Organisator der Frauenfussball: Deshalb musste bei jeder Mannschaft immer eine Frau im Einsatz sein, Frauentore zählten doppelt und er bot eine Frauenmannschaft des FC Schlieren auf, die für die eine oder andere Überraschung sorgte: «Ich habe schon gedacht, dass sie mit dem Ball was anfangen können, aber dass sie so gut sind, das hat mich doch überrascht», meinte ein Spieler.

Um zu unterstreichen wie zweitrangig eine gute fussballerische Leistung war, gab es noch eine ganz besondere Disziplin: «Die Mannschaften, die gerade gespielt haben, kommen bitte zum Würfeln», rief der Speaker nach jedem Spiel. Dort wurde um einen weiteren Punkt gewürfelt. Bei einigen Mannschaften war dieses Würfelglück am Schluss entscheidend.

Im Final standen dann mit dem Vorstand des FC Schlieren und der Gemeinde Unterengstringen trotzdem zwei fussballerisch sehr gute Mannschaften. Gewonnen hat der Vorstand mit 4:2, auf Platz drei lagen die Frauen des FC Schlieren. Für die az Limmattaler Zeitung hat es leider nicht zu einem Podestplatz gereicht. Aber weder den Siegern noch Verlierern war die Platzierung wichtig.