Schlieren
Projektphase in Schlieren wird um drei Jahre verlängert

Die Randzeitenbetreuung der Schule wird rege genutzt – für eine Evaluation war die Testphase allerdings zu kurz. Aus diesem Grund wird die Testphase um drei Jahre verlängert.

Florian Niedermann
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Kinderbetreuung (Symbolbild)

Kinderbetreuung (Symbolbild)

Keystone

Der RaBe-Club ist nach seiner Lancierung im letzten Sommer (siehe Box) erfolgreich gestartet. «Die Verlängerung des Mittagstisch-Angebots in Randzeiten bewährt sich», sagt Susanne Ita, Abteilungsleiterin Bildung und Jugend der Schulverwaltung.

Die für Ende 2011 vorgesehene Evaluation des RaBe-Clubs wurde nicht vorgenommen. Die Schulpflege hat beschlossen, dass das Projekt bis Ende des Schuljahres 2013/2014 verlängert wird, um dann eine präzise Evaluation durchführen zu können. «Es hat sich gezeigt, dass die Analyse der Bedürfnisse, der Kapazitäten und des finanziellen Rahmens einer längeren Testphase bedarf», erklärt Schulpflegepräsidentin Bea Krebs.

Angebot wird ausgebaut

Der RaBe-Club

Der Randzeitenbetreuungs-Club, kurz RaBe-Club, wurde durch die Schlieremer Schulpflege Anfang des laufenden Schuljahres lanciert. Es handelt sich dabei um einen Ausbau des Mittagstisch-Angebots: Eltern können ihre Kinder an fünf Tagen die Woche für rund 7 Franken pro Stunde nach dem Mittagessen nahtlos bis um 17 Uhr betreuen lassen.

Welche Feststellungen konnten in Bezug auf die Nachfrage seitens der Eltern bisher gemacht werden? Ita zeigt sich sehr zufrieden: «Die Tendenz ist klar: Die Nachfrage steigt kontinuierlich. Besonders am Dienstag und Donnerstag reichen die Kapazitäten kaum mehr aus, um die Nachfrage zu befriedigen.» Das habe vor allem auch damit zu tun, dass an diesen Tagen die Mittagstische bereits ausgelastet sind. «Wenn am Nachmittag zusätzliche Kinder in den RaBe-Club kommen, so sind es mit denen, die nach dem Mittag bleiben, schon fast zu viele», so Ita.

Die Schulpflege hat aufgrund der guten Auslastung des RaBe-Clubs und der steigenden Nachfrage nach Betreuungsplätzen beschlossen, dass zu den drei bestehenden Lokalitäten im Bereich der Schulhäuser Hofacker, Kalktarren und Schul-/Grabenstrasse eine weitere im Raum Zelgli dazukommen soll.

Planungssicherheit erhöht

Nicole Bachmann, Mitglied der Schulpflege und Verantwortliche für den Projektaufbau, geht gar davon aus, dass sich die Anmeldungen für den RaBe-Club schon alleine durch die genehmigte Verlängerung des Projekts noch vermehren könnten: «Die Verlängerung gibt den Eltern mehr Planungssicherheit», sagt Bachmann. Es habe Eltern gegeben, die ihr Kind nicht angemeldet hätten, weil nicht klar gewesen sei, was nach diesem halben Jahr aus dem Projekt würde. «Viele befürchteten, dass sie ihr Kind nach nur wenigen Monaten wieder aus dem Umfeld des RaBe-Clubs reissen müssten», so Bachmann.

Am Ende der verlängerten Projektphase soll beurteilt werden können, wie weit das Angebot der Nachfrage seitens der Eltern entspricht, und ob die vorhandenen Kapazitäten ausreichen. Daneben sollen auch die finanziellen Belange geklärt werden. Bachman zeigt sich diesbezüglich realistisch: «Selbsttragend wird der RaBe-Club nie werden. Je nach Auslastung wird der Kostenanteil, den die Schule tragen muss, aber natürlich kleiner.»