Dietikon
Projekt «Flussbalkone»: Einsprachen gegen Revision der Bauordnung

Die Kernzonenbestimmungen werden so schnell nicht gelockert. Innert Frist sind drei Einsprachen gegen den Antrag zur Ergänzung der Bau- und Zonenordnung eingegangen.

Katja Landolt
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Dietiker Kronenareal

Dietiker Kronenareal

Limmattaler Zeitung

Das städtische Bauprojekt «Flussbalkone» wird erneut gebremst: Während der öffentlichen Auflage des Antrages zur Ergänzung der Dietiker Bau- und Zonenordnung sind drei Einsprachen eingegangen, wie Stadtplaner Jürg Bösch gestern auf Anfrage bekannt gab. Die Einwände hätten alle den gleichen Wortlaut. Um wen es sich bei den Einsprechern handelt und was die Gründe für die Einwände sind, soll erst nach der Prüfung durch den Stadtrat bekannt gegeben werden.

Mit der Teilrevision der Bauordnung will die Stadt Dietikon die engen Fesseln der Kernzonenbestimmungen lockern. So könnten im durch die Bestimmungen geschützten Gebiet entlang der Reppisch, im Oberdorf und auf dem Kronenareal Ausnahmen bewilligt werden – unter anderem auch für das genannte Projekt «Flussbalkone».

Dieses liegt seit bald zwölf Monaten auf Eis; nach dem inzwischen erledigten Rekurs eines benachbarten Grundbesitzers hatte die kantonale Baudirektion die Baubewilligung für die drei Gebäude aufgehoben. Die Begründung: Die Kernzonenbestimmungen der Stadt Dietikon würden die Überbauung strikte juristisch gesehen nicht zulassen. Mit der Anpassung der Bauordnung würden die Kernzonenbestimmungen zwar aufgelockert werden. Ein Freipass für ein Drauflosbauen wäre dies aber nicht, wie die Verantwortlichen der Stadt versichern; die Bewilligungen würden weiterhin nur unter bestimmten Voraussetzungen erteilt. «08/15-Bauvorhaben würde kein Dispens erteilt werden», hatte Bösch im November gesagt.