Das neue Projekt «Birmissimo» bietet Senioren in Birmensdorf die Möglichkeit, in Gesellschaft etwas zu unternehmen. Interessierte können aus einem breiten Angebot von 14 verschiedenen Aktivitäten auswählen, von Tanz und Musik über Filmabende bis zu Wanderausflügen. Der Seniorentreff hat seit Anfang Juli ein eigenes Lokal und richtet sich an Personen über 60 Jahre.

Die Idee stammt von Annegret Grossen, Gemeinderätin und Präsidentin der Sozialbehörde in Birmensdorf. «An der Stallikonerstrasse 54 standen Räume zur Verfügung, die nicht mehr von der Jugendarbeit genutzt wurden. So kam die Idee auf, einen Treffpunkt für Senioren zu gründen», sagt sie. «In Birmensdorf ist ein Drittel der Bevölkerung mindestens 60 Jahre alt. Nicht alle sind in Vereinen aktiv, aber die sozialen Kontakte sind in dieser Lebensphase von enormer Bedeutung.»

Im Dezember 2015 startete Grossen einen ersten Aufruf, woraufhin sich 13 Personen meldeten. Zusammen bestimmten sie unter anderem den Namen des Projektes: Birmissimo. Dieser sei eine Ableitung von Altissimo, einem Angebot der Gesundheitsförderung für Menschen ab 60 Jahren, sagt Grossen.

In den letzten Monaten wurde in zwei Workshops weiter am Projekt gearbeitet. Der erste im Mai sei ein grosser Erfolg gewesen, so Grossen: «Mehr als 65 Personen trafen zusammen.» Gemeinsam sammelten sie Ideen für mögliche Aktivitäten. Der zweite Workshop fand im Juni statt. Hier wurden die gesammelten Ideen genauer angeschaut und die verschiedenen Aktivitätsgruppen definitiv gebildet. Ausserdem wurde in jeder Gruppe ein Themenverantwortlicher definiert. So hat jede Gruppe einen Leiter, der sich um die Organisation und Kommunikation kümmert. «Durchschnittlich sind sechs bis acht Personen in einer Gruppe», sagt Grossen. «Diese können sich aber selbstverständlich noch vergrössern.»

Endlich eigene Räume

Seit Anfang Juli steht das Stalli 54 in Birmensdorf mit drei Räumen und einer Küche als Treffpunkt für Birmissimo zur Verfügung. Der Vermieter hat die Räume laut Gassen neu gestrichen und einen neuen Laminatboden verlegt. Die Gemeinde übernimmt die bestehende Infrastruktur wie Tische und Stühle. Auch ein Billardtisch war bereits vorhanden. Zudem sollen noch vier Arbeitsplätze mit Computern eingerichtet werden. Die Miet- und Reinigungskosten gehen zulasten der Gemeinde.

Im Stalli 54 können sich die verschiedenen Gruppen mittels eines Belegungsplans einschreiben und ihre Treffen durchführen. Es beruhe auf Eigenorganisation, so Grossen. «Die Gruppen müssen sich untereinander absprechen, damit es keine Doppelbelegungen der Räume gibt.»

Einweihungsfest in Planung

Grossen ist überzeugt, dass Birmissimo ein Erfolg wird. Sie sei sehr glücklich darüber, dass das Projekt in so kurzer Zeit umgesetzt werden konnte. «Ich bin überwältigt, dass so viele Leute motiviert und engagiert sind – ohne sie wäre das Projekt nicht möglich gewesen.» Laut Grossen werde es noch ein Einweihungsfest geben. «Wahrscheinlich findet dieses aber erst im Herbst statt. Zuerst müssen sich nun alle Themenverantwortlichen mit ihrer Gruppe treffen.»