Fahrweid

Produktionsstop Ende Februar: Die Zürcher Hüppen verlassen das Limmattal

Die Hardegger Hüppen AG stellt die Produktion der beliebten Spezialität ein. Kunden können das Gebäck dann bei der Manufaktur Straumann in Wädenswil kaufen.

Seit 70 Jahren stellt die Hardegger Hüppen AG in der Fahrweid Zürcher Hüppen her. Die Biskuit-Röllchen mit Gianduja-Füllung und Schokoladenglasur sind die Spezialität der Firma und werden vor allem zur Weihnachtszeit gegessen. Ende Februar stellt das Limmattaler Traditionsunternehmen die Produktion jedoch ein. «Die Zürcher Hüppen passen nicht in das Sortiment von Hug, deshalb geben wir deren Herstellung auf», sagt der Betriebsleiter und frühere Mitinhaber Peter Käser. Weil er keinen Nachfolger fand, hat er die Hardegger Hüppen AG an den Backwarenhersteller Hug verkauft. 2019 hat dieser die Firma übernommen. Das Ende der Produktion der Zürcher Hüppen im Limmattal bedeutet aber nicht, dass sie nirgends mehr erhältlich sind. Die Firma Straumann Hüppen in Wädenswil führt das Produkt unter dem gleichen Namen im Sortiment. Das Familienunternehmen fabriziert das Gebäck seit 47 Jahren.

Die Spezialität gibt es aber nicht nur an der Pfnüselküste zu kaufen. Das Unternehmen ­Läckerli-Huus in Frenkendorf im Baselland wird das Produkt ebenso herstellen. «Wir haben das Läckerli-Huus bisher mit Zürcher Hüppen versorgt. Nun hat die Firma unsere Maschinen gekauft und wird das Produkt künftig selbst herstellen», sagt Käser. Die leeren Biskuit-Hüppen werden immer noch in der Fahrweid produziert. Und auch die Herstellung der Cornets und Dekorationswaffeln läuft weiter.

Ende Jahr ist endgültig Schluss

Schritt für Schritt fährt man den Betrieb der Hardegger Hüppen AG herunter. Bis zum 9. April können Kunden das restliche Sortiment im Fabriklädeli von Montag bis Donnerstag von 13 bis 16 Uhr noch beziehen. Dann verschwindet auch dieses Angebot. Ende Dezember wird dann der ganze Betrieb in der Fahrweid endgültig geschlossen.

Die Firma wurde 1950 von der Familie Hardegger gegründet.

Die Firma wurde 1950 von der Familie Hardegger gegründet.

Betriebsleiter Käser geht in den Ruhestand. Pensioniert wäre er bereits seit vier Jahren. Für seine sechs Mitarbeiter wolle er gute Anschlusslösungen finden, sagt er. «Eine Mitarbeiterin wird ebenso pensioniert. Eine weitere Mitarbeiterin wagt einen Neustart in einer anderen Branche.» Alle Angestellten hätten die Möglichkeit, für die Firma Hug im neuen Backhaus in Malters ab 2021 zu arbeiten. «Mein stellvertretender Betriebsleiter wird das tun», sagt Käser.

Gegründet wurde die Firma 1950 von der Familie Hardegger. 2005 haben Käser und seine Kollegen Markus Letsch und Peter Hunziker sie von den Gebrüdern Scherrer übernommen.

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Autor

Sibylle Egloff

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