Und plötzlich läufts wieder beim FC Dietikon. Nach drei sieglosen Spielen Ende September und Anfang Oktober mit dem Tiefpunkt in Wettingen, als sie gleich mit 0:4 unterlagen, haben die Dietiker jetzt zwei Partien in Folge gewonnen. Dem 1:0-Heimsieg gegen Wangen bei Olten vor einer Woche liessen sie am Samstagabend ein 2:0 gegen Adliswil folgen. Für die Tore sorgten Raphael Meyer in der 25. Minute und Aleandro Norelli in der 63. Minute.

Doch nicht nur mit den beiden Torschützen war Dietikons Trainer João Paiva zufrieden, sondern mit seiner ganzen Mannschaft: «Das war eine Superleistung», sagte er. «Wir hatten den Match unter Kontrolle und viel Ballbesitz. Zudem haben wir noch ein weiteres Ziel erreicht: Wir haben kein Gegentor kassiert.»

Verpasste Chancen

Wenn es aus Dietiker Sicht einen Schönheitsfehler gibt, dann wohl die Chancenverwertung. «Wir hatten über ein Dutzend klare Torchancen», sagte Paiva. «Und von all diesen Möglichkeiten hätten wir mehr nutzen sollen.» Das sei auch schon in der Partie gegen Wangen bei Olten so gewesen. «In Zukunft werden wir vielleicht nicht mehr so viele Chancen haben», sagte Paiva, «und darauf müssen wir vorbereitet sein.» Allerdings fügte der Trainer auch an: «Das ist natürlich ein Luxusproblem.»

Drei gelbe Karten

Mehr ärgerte sich Paiva über für die drei gelben Karten, welche die Dietiker Edi Duvnjak, Blazenko Klaric und Milan Marjanovic gegen Adliswil kassiert haben. Aus Sicht des Dietiker Trainers unnötige Verwarnungen: «Wir haben wenige Fouls begangen und wurden gleich dafür verwarnt, während der Gegner sich viele Fouls geleistet hat und nur eine einzige Verwarnung bekommen hat.» Doch auch das wollte Paiva nicht überbewerten: «Ich freue mich in erster Linie über unsere Leistung und das Resultat.»

Letztes Heimspiel gegen Muri

Ein Resultat, das aus Limmattaler Sicht allerdings auch nicht überraschen konnte, denn mit Adliswil haben es die Dietiker mit einem Aufsteiger zu tun bekommen, der in der 2. Liga interregional noch nicht wirklich angekommen ist. Die Zürcher, die vor zwei Jahren noch in der 3. Liga spielten, sind Tabellenletzter.

Der nächste Gegner dürfte die Dietiker mehr fordern: Am nächsten Samstag spielen sie gegen Muri. «Muri hat ein grosses Budget», sagt Paiva. «Aber wir hoffen trotzdem, dass wir gewinnen.» Es wird das letzte Meisterschaftsheimspiel der Dietiker in der Hinrunde sein.