In den Wäldern im Kanton Zürich sind 2013 rund 370'000 Kubikmeter Holz geschlagen worden. Das sind rund 5 Prozent weniger als der Jahreszuwachs von 390'000 Kubikmetern und gar 15 Prozent weniger als der durchschnittliche jährliche Holzschlag der letzten 10 Jahre.

Das Ziel, mindestens den jährlichen Zuwachs abzuschöpfen, sei im Kanton Zürich erneut knapp verfehlt worden, heisst es in der jüngsten Ausgabe der "Zürcher UmweltPraxis" (ZUP), die am Dienstag erschienen ist. Die Holznutzung sank im vergangenen Jahr gar unter den Stand vor dem Jahrhundertsturm "Lothar" im Jahr 1999.

Grund dafür sind gemäss dem Informationsbulletin der Zürcher Umweltschutzverwaltung hauptsächlich die seit 2008 anhaltend tiefen Stammholzpreise. Diese wirkten sich insbesondere negativ auf die Holzernte in den Privatwäldern aus. Die Holznutzung im öffentlichen Wald sei sehr viel konstanter als im Privatwald.

Die öffentlichen Waldeigentümer liessen sich in der Regel weniger stark vom Holzpreis beeinflussen. Mit rund 210'000 Kubikmeter sei die jährliche Holzernte recht konstant und liege über dem Zuwachs.

Steigende Tendenz beim Energieholz

Markant war in den letzten Jahren der Rückgang beim Stammholz von Nadelbäumen. Der Anteil in diesem Sortiment sank seit 2009 von 44 auf 36 Prozent. Hingegen nahm der Anteil des genutzten Laubholzes wegen der vermehrten Energieholznutzung stetig zu.

Laut ZUP liegt dies unter anderem auch daran, dass aufgrund guter Schnitzelpreise minderwertige Stammholzsortimente, hauptsächlich Laubholz, zunehmend als Energieholz verwertet wird. Mit dem Holzheizkraftwerk Aubrugg ist zudem seit 2011 im Kanton Zürich ein neuer Grossabnehmer auf dem Energieholzmarkt aktiv.