Zürich
Prämienverbilligung bei Krankenkasse: Das ändert sich beim Systemwechsel Anfang April

Im Kanton Zürich sollen nur noch jene Einwohnerinnen und Einwohner eine Prämienverbilligung erhalten, die wirklich in bescheidenen Verhältnissen leben – und nicht jene, die wegen Abzügen so wirken. Deshalb tritt auf den 1. April ein Systemwechsel in Kraft.

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Die Höhe der Prämienverbilligung hängt weiterhin vom Einkommen ab. Je tiefer das Einkommen, desto höher der Zustupf des Staates.

Die Höhe der Prämienverbilligung hängt weiterhin vom Einkommen ab. Je tiefer das Einkommen, desto höher der Zustupf des Staates.

Sandra Ardizzone

Die Regierung hat diesen Termin gestern mitgeteilt. Die Anspruchsberechtigten werden künftig rund 40 Prozent der Prämie selber bezahlen. Vom Rest müssen sie einen weiteren, einkommensabhängigen Anteil übernehmen. Was noch fehlt, wird vom Kanton als Individuelle Prämienverbilligung übernommen.

Die Höhe der Prämienverbilligung hängt also weiterhin vom Einkommen ab. Je tiefer das Einkommen, desto höher der Zustupf des Staates. Nicht mehr möglich ist es aber, durch Abzüge an die 2. Säule und die Säule 3a sowie an den Unterhalt eines Hauses wenig Einkommen auszuweisen. Diese Abzüge werden wieder hinzugerechnet.

Einkommen der Eltern wird neu berücksichtigt

Bei jungen Erwachsenen in Ausbildung wird neu auch das Einkommen der Eltern berücksichtigt. Sprösslinge aus wohlhabendem Haus werden künftig keine Verbilligung mehr erhalten. Das dadurch frei werdende Geld soll jenen zugutekommen, die es wirklich nötig haben.

Die Höhe der Prämienverbilligung wird neu zuerst provisorisch auf Basis der Steuerveranlagung festgelegt. Weil es möglich ist, dass es zu Abweichungen zwischen provisorischer und definitiver Verbilligung kommt, werden zunächst nur 80 Prozent der Prämienverbilligung ausgezahlt.

Damit will der Kanton verhindern, dass er zu viel bezahlte Verbilligungen später wieder zurückfordern muss. Bei unveränderten Steuerdaten werden dem Prämienzahler die restlichen 20 Prozent aber ausgezahlt, sobald die definitiven Steuerdaten vorhanden sind.

Nach wie vor werden dreissig Prozent der Haushalte durch die Prämienverbilligung unterstützt. Der Kantonsrat hatte dieses Einführungsgesetz im April 2019 gutgeheissen. Im laufenden Jahr wird der Kanton voraussichtlich 970 Millionen Franken für die Prämienverbilligung ausgeben.