Schlieren
Praktische und ästhetische Gründe: Der öffentliche Raum wird neu möbliert

Die Stadt tauscht ihre öffentlichen Bänke bis 2018 gegen ein Einheitsmodell aus.

Flurina Dünki
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Nach dem Austausch der öffentlichen Bänke sollen alle Modelle gleich aussehen.

Nach dem Austausch der öffentlichen Bänke sollen alle Modelle gleich aussehen.

Bettina Hamilton Irvine

Ein paar Monate muss sich Jürg Naumann bis zur Auswechslung seiner Parkbänke noch gedulden. Die Stadt sieht keine Möglichkeit, die Sitzgelegenheiten im Stadtpark in den nächsten Wochen durch Bänke mit Rückenlehnen zu ersetzen. Dies schreibt der Stadtrat als Antwort auf die kleine Anfrage des Gemeinderats (Quartierverein), der von der Stadtregierung wissen wollte, ob die teilweise in die Jahre gekommenen Bänke ausgewechselt werden können. In seiner Kleinen Anfrage vom 14. Juli bemängelt Naumann neben dem Alter vor allem die fehlenden Rückenlehnen der meisten Stadtpark-Bänke, wodurch ältere Menschen diese nicht benutzen könnten. Die Begründung des Stadtrats dürfte Naumann trotzdem freuen. Denn er plant bereits eine Kompletterneuerung der Möblierung des öffentlichen Raums, zu der Bänke, Abfalleimer und Beleuchtung gehören.

«Public elements» heisst das Konzept, dessen Inhalt es ist, zukünftig nur noch ein Modell «Bank», «Leuchte» und «Abfallkübel» zu führen. «Das Konzept ist noch in der Entstehungsphase und wird im nächsten Jahr umgesetzt», sagt Schlierens Stadtingenieur Hans-Ueli Hohl. Schon in anderen Gemeinden würde dieses Möblierungsmodell angewandt. Noch liege der genaue Zeitpunkt der Umsetzung nicht fest. Momentan werde das genaue Vorgehen mithilfe eines externen Unternehmens evaluiert, das die Stadt auch bei der Auswahl der einzelnen Elemente berät. Gemäss Antwort des Stadtrats sind Bänke mit Lehne vorgesehen.

Hans-Ueli Hohl ist Stadtingenieur von Schlieren

Hans-Ueli Hohl ist Stadtingenieur von Schlieren

Zur Verfügung gestellt

Nur noch ein Typ Ersatzteile

«Schlierens Zentrum wird durch den Bau der Limmattalbahn mehrere Veränderungen durchmachen», so Hohl. Die künftigen Änderungen des öffentlichen Raums, wie der neue Stadtpark, berücksichtige die Stadt beim Planen der «public elements» bereits. Auf dem Gebiet des heutigen Stadtplatzes wird dereinst eine Haltestelle der Limmattalbahn sein. Dort werden Bänke und ein Betonring Gelegenheit zum Sitzen bieten. Ziel sei es, die Möblierung öffentlicher Anlagen möglichst einheitlich zu gestalten. Einerseits würden Parks und Plätze dadurch ästhetisch aufgewertet, andererseits habe die Vereinheitlichung auch praktische Gründe. So könnten etwa für alle Bänke, Lampen und Abfalleimer in Zukunft dieselben Ersatzteile verwendet werden.

Das Konzept betrifft nicht nur den Zentrumsbereich. Mit der Zeit sollen laut Hohl sämtliche Erholungsräume wie etwa der Limmatraum, das Rietpark-Quartier und der Schlierenberg mit einheitlichen Bänken, Lampen und Abfalleimern versehen werden. Dies jedoch erst, wenn die Lebensdauer der bisherigen Möblierung abgelaufen sei. Im Zentrumsbereich wird die Platzierung der neuen Elemente vorerst noch flexibel vorgenommen, da die Stadt in der Lage sein muss, die Sitzgelegenheiten mit jeder neuen Bauphase der Limmattalbahn wieder umzustellen.