Gegen 100000 Franken an Spenden sind für die geplante Sanierung des Klosters Fahr bereits eingegangen. «Mit diesem geschätzten Zwischenstand sind wir sehr zufrieden», meint die Präsidentin des Vereins Pro Kloster Fahr, Verena Zehnder. Laufend würden neue Spenden eingehen.

Sie sei sich jedoch wohl bewusst, dass man mit der Sammelaktion erst am Anfang stehe und dass das ganze Sanierungsprojekt ein sehr ehrgeiziges sei. Man dürfe bezüglich finanzieller Erwartungen den langfristigen Horizont des Projektes nicht aus den Augen verlieren.

40000 Franken vom Verein

Wie Zehnder erklärt, konnten bereits einige dringend nötige bauliche Massnahmen realisiert werden, wie beispielsweise bei den elektrischen Installationen. Am Plan, mit den Sanierungen im Frühjahr 2013 zu beginnen, kann laut Zehnder festgehalten werden. Für die Sanierung werden insgesamt 20 Millionen Franken benötigt, wobei die Finanzierung in zwei Etappen läuft. Bis Frühjahr 2013 müssen für die darauffolgenden fünf Jahre 11 Millionen beisammen sein.

Unzählige Stiftungen in der ganzen Schweiz, der Lotteriefonds des Kantons Aargau, die römisch-katholische Landeskirche und ihre Mitglieder sowie politische und Kirchengemeinden sind seit dem Beginn der Spendensammlung angeschrieben worden.

Allein die Mitglieder des Vereins Pro Kloster Fahr haben 40000 Franken an Spenden beigesteuert. Weitere grössere Beträge werden in nächster Zeit vom Lotteriefonds Aargau erwartet sowie von diversen Stiftungen, welche nach den üblichen Budget-Versammlungen gegen Ende des Jahres im kommenden Januar oder Februar konkrete finanzielle Unterstützungen zusagen können. Die Rückmeldungen auf das Projekt aus der Bevölkerung sowie den Gemeinden seien äusserst positiv und motivierend, sagt Zehnder.

Ein Ort der Ruhe

Der Grundton spreche sehr klar für einen Erhalt des Klosters, da dieses für die Umgebung eine kulturelle Bereicherung und ein Ort der Ruhe sei. Auch die Tatsache, dass das Kloster auf dem Grund zweier verschiedener Kantone steht, scheint dem ehrgeizigen Bauvorhaben bis anhin nicht zu schaden. In Unterengstringen und Würenlos ist man davon überzeugt, dass das Vorhaben für beide Kantone wertvoll ist.

Bereits im Zusammenhang mit früheren gemeinsamen Projekten haben die Gemeinden liebevoll von «unserem Kloster» gesprochen. Finanziell zahlt sich die Kantonsgrenze, auf welcher die Klosteranlage und alle dazugehörigen Nebengebäude gebaut sind, sogar aus, da beide Kantone mit einer legitimen Erwartung an Unterstützung angeschrieben werden können.

Nicht nur die laufend eintreffenden Spenden lassen eine positive Stimmung aufkommen. Auch das grosse Engagement im Verein Pro Kloster Fahr sowie in den verschiedenen Arbeitsgruppen, welche gar durch Freiwilligenarbeit die Sanierungsarbeiten praktisch unterstützen, freut Zehnder ausserordentlich. «Bis Ende Jahr können wir mit bis zu 530 Vereinsmitgliedern rechnen», sagt die Präsidentin des Vereins Pro Kloster Fahr.

Spendenbarometer geplant

Über weitere Aktivitäten zur Spendengenerierung wird man im kommenden Jahr mehr wissen. Wie Zehnder verrät, ist als Nächstes das Aufstellen eines Barometers vor dem Kloster geplant, an dem sich der aktuelle Spendenstand ablesen lässt.