Kloster Fahr

Polonaise im Kloster Fahr: So feiern die Nonnen Fasnacht

Die Guggenmusik Bräusi-Vögel aus Spreitenbach stattete den Benediktinerinnen einen Besuch ab. Zu verdanken hatten die Frauen das Konzert ihrem Lehrling.

Es windet stark und die ersten Regentropfen benetzen den Asphalt. Das hindert die Klosterfrauen aber nicht daran, munter im Takt zu wippen und zu klatschen. Das Lied «Sweet Home Alabama» lässt einige sogar zu einem Tänzchen hinreissen.

Grund für die ausgelassene Stimmung gestern Nachmittag auf dem Parkplatz des Klosters Fahr war der Auftritt der Spreitenbacher Guggenmusik Bräusi-Vögel. Die 34 Mitglieder gaben in ihren Samuraikostümen ein halbstündiges Konzert für Priorin Irene Gassmann und die Nonnen.

Diese hatten für den Anlass sogar alle ein gelbes Fasnachts-Hütchen gefertigt, das ihnen beim windigen Wetter aber etwas Mühe bereitete. Immer wieder flogen die Kopfbedeckungen zu Boden. Doch das störte die Frauen nicht. «Das Hudelwetter gehört zur Fasnacht», sagte Priorin Irene.

Guggenmusik Bräusi-Vögel zu Besuch im Kloster Fahr

Guggenmusik Bräusi-Vögel zu Besuch im Kloster Fahr

Eingefädelt hatte den Auftritt Davide Silletta, der bei den Bräusi-Vögel Schlagzeug spielt. Er macht eine Lehre zum Fachmann Betriebsunterhalt im Kloster. «Ich habe die Priorin gefragt, ob wir bei ihnen auftreten können und sie fand die Idee toll», sagte Silletta. Für die Gugge war das Gastspiel im Kloster Fahr sozusagen ein Zwischenstopp. «Danach geht es weiter nach Bassersdorf an einen Fasnachtsumzug», verriet Präsident Reto Lienberger.

Als die Gugge das letzte Liedanstimmte, schlossen sich die Benediktinerinnen zu einer Polonaise zusammen. Für das Gruppenfoto am Schluss vertrieb Petrus sogar die Regenwolken.

Als Dank für den Besuch servierten die Frauen Apfelpunsch und selbst gemachte Schenkeli. Dass das Fasnachtskonzert zu einem wiederkehrenden Event wird, glaubt die Priorin nicht. «Es ist schön, dass unser Lehrling das organisieren konnte. Wenn es aber jedes Jahr stattfinden würde, wäre es nichts Besonderes mehr.»

Autor

Sibylle Egloff

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