Schlieren

Polizei verschärft Kontrollen an der Uitikonerstrasse

Gefährlich oder unbedenklich? Der Strassenabschnitt rund um den Durchgang unter den SBB-Gleisen gibt in der Schlieremer Politik zu reden.

Gefährlich oder unbedenklich? Der Strassenabschnitt rund um den Durchgang unter den SBB-Gleisen gibt in der Schlieremer Politik zu reden.

Weil mehrere Politiker die Uitikonerstrasse für zu unsicher befinden, legt die Polizei einen stärkeren Fokus auf diese Stelle – sie stellte bislang aber noch keine Probleme fest. Für die nächsten Wochen sind weitere Verkehrskontrollen geplant.

In der Fragestunde des Schlieremer Parlaments von Mitte September spielte sie die Hauptrolle: die Uitikonerstrasse.

Gleich zwei Gemeinderäte wollten von Polizeivorsteher Pierre Dalcher (SVP) wissen, wie es um die Sicherheit verschiedener Verkehrsteilnehmer auf diesem Strassenabschnitt steht. So ortete die GLP-Gemeinderätin Songül Viridén Gefahr beim Fussgängerstreifen vor der Unterquerung der SBB-Gleise.

Gleich nebenan befindet sich nämlich der Treffpunkt des Waldkindergartens. Autos würden morgens mit hoher Geschwindigkeit auf den Fussgängerstreifen zufahren, was bereits hin und wieder zu brenzligen Situationen für die Kleinen geführt habe.


Fünf Kontrollen durchgeführt


Diese Situation habe man genauer unter die Lupe nehmen wollen, wie Polizeichef Marco Weissenbrunner auf Anfrage sagt. So wurden in den vergangenen Wochen fünf Verkehrskontrollen durchgeführt, zudem habe man das Gespräch mit den Leitern des Waldkindergartens gesucht.

«Bei keinem der Autofahrer kam es beim Fussgängerstreifen zu einer Gefahrensituation, als Kinder die Strasse überqueren wollen», so Weissenbrunner. Die Leiter des Waldkindergartens hätten aber bestätigt, dass es hin und wieder vorkomme, dass Lenker es versäumen, Kinder über die Strasse zu lassen.

«Wir werden in nächster Zeit noch mehr Kontrollen an dieser Stelle durchführen und im Anschluss gemeinsam mit dem Kanton die Ergebnisse auswerten.» Ob und welche Massnahmen getroffen werden könnten, zeige sich in etwa einem Monat, so Weissenbrunner.


Auch eine Frage von Rolf Wegmüller (CVP) hatte diesen Strassenabschnitt zum Thema. Darin beanstandete er, dass vermehrt Velofahrer den Autotunnel anstatt jenen für Fussgänger und Velofahrer einige Meter weiter östlich nutzen und sich so einer Gefahr aussetzen würden. Auch dies wurde von der Polizei kontrolliert: Doch auch in diesem Bereich wurden bislang keine Gefahrensituationen beobachtet.

«Die Velofahrer nutzten den für sie erstellten, kleineren Durchgang», so Weissenbrunner. Doch werde man die Situation noch einige Wochen beobachten, um dann eine Auswertung vorzunehmen.


Bei der Uitikonerstrasse handelt es sich um eine Staatsstrasse, über die der Kanton die Hoheit hat. Ob allenfalls der Fussgängerstreifen verschoben oder neue Beschilderungen angebracht werden müssten, liegt deshalb in der Kompetenz der Kantonspolizei.

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