Schlieren
Platz für 50 bis 60 weitere Asylbewerber: Eine neue Unterkunft muss her

Die Stadt muss Platz für 50 bis 60 zusätzliche Asylbewerber schaffen. Eine Kommission nimmt jetzt die Planung einer neuen Unterkunft an die Hand.

Katja Landolt
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Die Asylbewerber-Unterkunft an der Wiesenstrasse. az-Archiv/rud

Die Asylbewerber-Unterkunft an der Wiesenstrasse. az-Archiv/rud

Limmattaler Zeitung

Die Stadt Schlieren bekommt eine neue Asylbewerberunterkunft für 50 bis 60 Personen. Wie der Stadtrat mitteilt, wurde für die Begleitung der Planung dieser Unterkunft eine Kommission zusammengestellt.

Die Planungskommission für den Neubau der Asylbewerber-Unterkunft setzt sich laut Mitteilung aus Manuela Stiefel, Ressortvorsteherin Finanzen und Liegenschaften (Vorsitz), Robert Welti, Ressortvorsteher Soziales, Martin Plüss von der Asylorganisation Zürich (AOZ) und Albert Schweizer, Bereichsleiter Liegenschaften (Protokoll), zusammen.

80 Asylsuchende für Schlieren

Der Kanton Zürich hat laut geltendem Verteilschlüssel 17 Prozent aller Asylsuchenden aufzunehmen. Von den Durchgangszentren aus werden diese dann auf die Gemeinden verteilt. Diese müssen so viele Asylsuchende aufnehmen, dass deren Anzahl 0,5 Prozent der Wohnbevölkerung entspricht. Auf die Bevölkerungszahl Schlierens umgerechnet, ergibt das ein Kontingent von rund 80 aufzunehmenden Asylsuchenden. Bisher hat die Stadt 18 bis 20 Personen in der Asylunterkunft an der Wiesenstrasse beherbergt.

Wie Schlieren haben beispielsweise auch die Gemeinden Unterengstringen und Birmensdorf ihre Anzahl Plätze für Asylsuchende in den letzten Wochen und Monaten aufgestockt: In Unterengstringen – die Gemeinde hatte bisher dafür bezahlt, dass andere Gemeinden einen Teil ihrer Asylsuchenden aufnahmen – konnte im Juli nach langem Suchen eine fünfköpfige Familie in einer Wohnung untergebracht werden.

Noch fehlen aber zwei Plätze, um das Soll des Kantons von 17 Personen zu erfüllen. Der Druck des Kantons auf die Gemeinden, ihren Pflichten nachzukommen, sei gross, sagte Gemeindepräsident Peter Trombik damals.

In Birmensdorf zogen Anfang September die ersten sechs Asylbewerber in zwei Container an der Schürenstrasse ein, bis Ende Monat sollen alle 24 Plätze belegt sein. Zusätzlich zu den fünf bisherigen Plätzen erfüllt die Gemeinde damit die Vorgabe des Kantons, 29 Asylsuchende aufzunehmen.