Birmensdorf

Pinguine sorgen für illustren Jahresstart

Die A-cappella-Gruppe The Singing Pinguins unterhielt das Publikum mit viel Humor und Gesang.

Die A-cappella-Gruppe The Singing Pinguins unterhielt das Publikum mit viel Humor und Gesang.

Der Birmensdorfer Neujahrsapéro gestaltete sich mit The Singing Pinguins äusserst humorvoll. Der Gemeindepräsident gab zudem seine Wunschliste zum Besten.

Gesangliche Akrobatik und eine gesalzene Prise Humor haben gestern über 300 Birmensdorferinnen und Birmensdorfer ins Gemeindezentrum Brüelmatt gelockt. Die A-cappella-Gruppe The Singing Pinguins bestritt den unterhaltenden Teil des diesjährigen Neujahrsapéros. Während gut einer Stunde boten die acht Pinguine viel mehr als nur ein Konzert. Denn die zum Teil dramatische und spitzbübische Theatralik war fester Bestandteil ihres Auftritts. Die Sänger sorgten mit ihren Ankündigungen der jeweils folgenden Lieder immer für amüsierte Lacher.

Eine besondere Einlage steppte Ralph Furrer auf die Bühne. Besonders war die Demonstration seiner Tanzfertigkeiten nicht nur wegen seiner Luftsprünge. Für ihn war dieser Auftritt nämlich auch ein Heimspiel, da er selbst in Birmensdorf wohnt. Von der energiegeladenen Darbietung liessen sich die Zuschauer gerne mitreissen. Sie unterstützten die mehr oder weniger jungen und jung gebliebenen Sänger beim letzten Lied «Hey Jude» von The Beatles tatkräftig, sowohl stimmlich als auch klatschend. Der Begeisterung ob der in jeglichen Belangen qualitativ hochstehenden Unterhaltung gaben die Gäste danach mit stehendem Applaus Ausdruck.

Auch wenn die stilvolle Gesangseinlage von The Singing Pinguins die Hauptattraktion des Birmensdorfer Neujahrsapéros war, durften die Grussworte des Gemeindepräsidenten nicht fehlen. Bruno Knecht (parteilos) wandte sich mit einer ganzen Liste von Wünschen für das neue Jahr an die Bürgerinnen und Bürger. Er wünschte sich für Birmensdorf unter anderem eine freundliche und offene Begegnungskultur, eine gute Mischung von Altbewährtem und der Offenheit für Neues sowie weiterhin starke Vereine mit der nötigen Infrastruktur. Mit Schmunzeln wurde sein Wunsch hinsichtlich der Anzahl Besucher an den Gemeindeversammlungen quittiert: «So viele wie beim letzten Mal.» Zur Erinnerung: Damals waren über 500 Stimmberechtigte gekommen und die vom Gemeinderat beantragte Steuererhöhung erlitt Schiffbruch.

Die vielen Wünsche seien jedoch nicht dahingehend zu verstehen, dass Birmensdorf Defizite habe, bekräftigte Knecht anschliessend. Vielmehr versuche er die Bevölkerung für ein aktives politisches Engagement zu gewinnen. Entsprechend dürfe auch einmal etwas zurückgegeben werden, wie dies am Neujahrsapéro der Fall sei. «Anders als bei einer Gemeindeversammlung können die Bürger unbelastet zusammenkommen. Solch ein Miteinander braucht ein Dorf», ist er überzeugt.

2019 bringt einige Höhepunkte

Einen Ausblick auf die Kultur in den kommenden Monaten gab die Vizepräsidentin des Kulturkreises Birmensdorf, Heidi Thüring. Bei der Zusammenstellung des Programmes sei auch Wert auf die lokale Verankerung der Künstler gelegt worden. Daher werden im neuen Jahr einige Birmensdorfer auftreten. Dazu gehören unter anderen die Sängerin Martina Glock-Rajgl oder zwei Kontrabass-Virtuosen, die sonst jeweils in der Tonhalle auftreten.

Der anschliessende Apéro bot sodann die Möglichkeit für Begegnungen und neue Bekanntschaften. So zum Beispiel für Joseph Kellenberger. Er war erstmals am Neujahrsapéro und positiv überrascht davon. «Birmensdorf macht im kulturellen Bereich so viel, das ist wichtig», lobte er, «zudem ergeben sich an solchen Anlässen immer gute Kontakte.»

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