Der Dietiker Stadtrat will nicht aus der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (Skos) austreten, wie er im Oktober des vergangenen Jahres in der Antwort auf ein Postulat schrieb.

Den Austritt gefordert hatte Gemeinderat Roger Bachmann (SVP), dessen Postulat mithilfe der Mehrheit des Parlaments gegen den Willen des Stadtrats überwiesen worden war. Für diesen kam ein Austritt aber nicht infrage. Stattdessen wolle man versuchen, sich bei der Skos mehr Gehör für die Anliegen der Stadt zu verschaffen, sagte Sozialvorstand Johannes Felber (CVP) im Oktober - mittels Einsitz in Kommissionen oder dem Vorstand.

«Fiasko in der Sozialpolitik»

Nach dem Entscheid des Stadtrats seien diese Aussagen nur konsequent, schreibt Müller nun in einer kürzlich eingereichten Interpellation. Mit Blick auf das «Fiasko in der kommunalen Sozialpolitik und den entsprechenden horrenden Kosten» drängten sich nun jedoch einige Fragen auf, so Müller. Unter anderem will er wissen, wie lange die Stadt Dietikon bereits Mitglied in der Skos sei und ob es bereits einmal gelungen sei, Forderungen zu stellen. Zudem soll der Stadtrat darlegen, wie er sich eine Mitwirkung vorstelle und ob er bereit sei, sich als Mitglied des Vorstands oder in einer Kommission zu bewerben. Zu guter Letzt will Müller wissen, wie künftig im Sanktionsbereich «schneller und besser» gehandelt werden soll. (BHI)