Urdorf

Philip der Gärtner Lüthi ist der neue Schirmherr

Der Märchenprinz hat seine Maske abgenommen: Der neue Schirmherr jubelt.

Der Märchenprinz hat seine Maske abgenommen: Der neue Schirmherr jubelt.

Hoch zu Ross kam der Märchenprinz aufs Embri-Areal in Urdorf. Der neue Schirmherr ist Philip Lüthi.

Bei der Knabengesellschaft Urdorf war die Freude gross, als das neue Urdorfer Fasnachtsoberhaupt seine Märchenprinz-Maske abnahm. Es war nämlich einer der ihrigen, der sich auf dem Wagen der Clique Schäflibach feiern liess und der Menge zujubelte. Philip Lüthi stand früher selbst mit den Knaben auf dem Hügel beim Embri-Areal, um die Narrenzeit standesgemäss mit drei ohrenbetäubenden Böllerschüssen zu eröffnen.

Schon mit seinem Einzug setzte Lüthi einen neuen Massstab, der die Menge zum Staunen brachte. Hoch zu Ross kam er, versteckt unter einer Märchenprinz-Maske. Schnell waren Spekulationen im Gang, als er im Geleit der Ehrendamen vom Ross abstieg und durch die Menge stapfte. Aber mit ihrer Schirmherren-Wahl ist den drei Präsidenten der Clique Schäflibach einmal mehr eine Überraschung gelungen. Philip Lüthi drückt, wie schon sein Vorgänger Marcel Weber das Durchschnittsalter der Schirmherren-Ehrentafel nach unten.

27 Jahre alt ist das neue, bekannte Fasnachtsoberhaupt. Aufgewachsen ist er in Birmensdorf, wo er lange im Fussballclub spielte. In Aesch hilft er hin und wieder seinen Eltern auf dem Bauernhof, und dort ist auch sein Gärtner-Geschäft domiziliert. Seit einigen Jahren wohnt er in Urdorf, zusammen mit Frau und Tochter. Einen Platz in Lüthis Herzen hat Urdorf aber schon lange, kam er doch bereits als kleiner Birmensdorfer gerne nach Urdorf, um seine Grossmutter zu besuchen oder auf dem Bauernhof der Familie Grob zu helfen.

«An jedem Umzug dabei»

Auch der Fasnacht ist er schon lange verbunden: «Seit ich mich erinnern mag, war ich an jedem Umzug dabei.» Stets habe er all die Sujet-Wagen bestaunt, ehe er dann mit 14 Jahren erstmals mit den Wagenbauern der Clique Schäflibach an einen Umzug mitging. «Da hat es mich gepackt und liess mich nie mehr los», sagte Lüthi, der inzwischen auch selber schon Wagen mitgebaut hat, in seiner Schirmherren-Rede. Dass der neue Schirmherr ein echter Fasnächtler ist, zeigte sich auch darin, dass er sich für seine Inthronisation trotz noch nicht ganz auskurierter Lungenentzündung aufraffte.

Der glückliche Zeremoniemeister Daniel Leutwiler dankte auch dem abtretenden Schirmherrn Marcel Weber für seine Amtsausübung und das grosse Engagement. Ebenso sprach er den befreundeten Gruppierungen seinen Dank aus, die am Samstag der Urdorfer Fasnachtseröffnung beiwohnten. Die luschtige Dietiker, die Narrenzunft Chlösterli Urdorf, die Opfi-Zunft Glattbrugg, die Sirenen und die Kammergesellschaft aus Wohlen sowie die Heuröpfel-Zunft aus Sarmenstorf und die Paradiesvögel aus dem deutschen Mainau: Alle waren sie aufs Embri-Areal gekommen.

Für fetzige Musik sorgten neben den lokalen Stiereschränzern die Stadtzürcher Laie-Gugge, die Kookaburra Bassersdorf-Nürensdorf und die Lindenberggeischter aus Buttwil. Komplettiert wurde das Musikprogramm vom Ländlertrio Holdrio und von alt Schirmherr Marcel Weber, der einmal mehr als DJ Outside am Mischpult stand.

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