Birmensdorf
Pfarreizentrum St. Martin: Die Kirche ist kein Flickwerk mehr

Das römisch-katholische Pfarreizentrum ist jetzt schöner und besser isoliert. Und: Mit Gesamtkosten von rund 800000 Franken wird der bewilligte Kredit deutlich unterschritten.

Nicole Emmenegger
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Die Pappeln vor dem Pfarreizentrum St. Martin in Birmensdorf sind gestutzt, im herausgeputzten Teich blühen die Seerosen, das Zentrum selbst erstrahlt frisch in einem warmen Beigeton. «Unser Zentrum stellt jetzt wieder etwas dar. Es gibt ein wesentlich besseres Gesamtbild ab als zuvor», sagt Bruno Frigerio, Kirchenpflegepräsident der römisch-katholischen Kirchgemeinde Aesch-Birmensdorf-Uitikon. Zufrieden mit dem Resultat der rund einjährigen Sanierung zeigt sich auch Liegenschaftsverwalter Joachim Wurm: «Die Arbeiten sind von den Handwerkerbetrieben aus dem Dorf sehr gut erledigt worden.» Täglich habe er die Baustelle besucht, um die Abläufe zu kontrollieren.

Wassereinbrüche und Farbenmix

Ein Rückblick: Vor der Sanierung glich die Fassade des 1974-76 erbauten Zentrums St. Martin einem bunten Flickwerk. Der Turm und Teile der vor über 20 Jahren ausgebesserte Fassade des Hauptgebäudes waren rosa gestrichen, der Rest beige. Beim über dreissigjährigen Flachdach kam es immer wieder zu kleineren Wassereinbrüchen, die behoben werden mussten. Deshalb liess die Kirchenpflege 2004 ein Sanierungsprojekt erarbeiten. Dieses umfasste eine Totalerneuerung des Dachs inklusive besserer Wärmeisolierung, neue Fenster und einen neuen Fassadenanstrich für das gesamte Pfarreizentrum. Im Februar 2009 stimmte die Kirchgemeindeversammlung dem Sanierungskredit von rund 1,2 Millionen Franken zu.

Das Dach wurde bereits im Dezember 2010 fertiggestellt, der neue Fassadenanstrich vor ein paar Wochen. Während der Bauphase mussten die Handwerker einige Spezialbedingungen erfüllen: Fand eine Beerdigung statt, galt Baustopp. Die Maler stiegen fürs Streichen nicht aufs Gerüst, sondern auf eine mobile Hebebühne. «Ein Gerüst hätte das Bild des Zentrums an Ostern zu stark beeinträchtigt», sagt Frigerio.

Nach Abschluss der Arbeiten steht jetzt fest: Mit Gesamtkosten von rund 800000 Franken wird der bewilligte Kredit deutlich unterschritten. Das Material für die Wärmedämmung sei heute günstiger als zu Beginn der Planungen, erklärt Wurm. Weil es auch wesentlich dünner sei, habe man auf eine Erhöhung der Dachumrandung verzichten können. Weitere Einsparungen erwartet Wurm künftig durch den geringeren Öl-Verbrauch für die Heizung – als Folge der besseren Wärmeisolierung und der neuen Fenster.

«Ich hoffe, dass wir in den nächsten Jahren Ruhe haben mit Bauarbeiten», so der Liegenschaftsverwalter. Das nächste Projekt stehe voraussichtlich erneut im Zeichen des Energiesparens: «Innerhalb der nächsten acht Jahre wird der Ersatz der Ölheizung zum Thema.»