Urdorf
Pfarreisaal ersetzt die katholische Kirche in Urdorf

Am kommenden Montag starten die Arbeiten an der Innensanierung der katholischen Kirche. Eine Million Franken wird verbaut werden. Während des Umbaus dient der Gemeindesaal als «Ersatzkirche»

Flavio Fuoli
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Katholische Kirche Urdorf

Katholische Kirche Urdorf

Flavio Fuoli

Kirchenpflegepräsident Christian Tomasi erklärte gestern an einer Presseorientierung, dass am kommenden Samstag in Eigenregie gezügelt wird, bevor am Montag darauf mit den effektiven Umbauarbeiten an der Bruder-Klaus-Kirche begonnen wird.

Dabei werden zuerst die Kirchenbänke demontiert, erneuert, abgeschliffen und neu eingewachst.

Danach wird der Bodenbelag herausgerissen und ein neuer verlegt. Zunächst habe man den Boden reparieren wollen, sagte Robert Eigenmann, Vizepräsident der Kirchenpflege, doch das Material gebe es nicht mehr.

Dann wird die Kirche innen frisch gestrichen. Das grosse Wandbild im Chor, das ein stilisiertes Kreuz zeigt, wird aufgefrischt.

Die technischen Anlagen, zum Beispiel die Elektroinstallationen, werden komplett erneuert. Zudem werden Lüftung und Heizungssteuerung angepasst. Bei der Heizung gebe es einen Regimewechsel, erklärte der Kirchenpflegepräsident.

Die Kirche wird neu nicht mehr durchgeheizt, sondern nur noch vor Anlässen kurzfristig aufgewärmt. Die Marienkapelle andererseits wird weiterhin durchgeheizt. Dort wird auch der Erker eingebaut, der der Marienstatue einen neuen Ausstellungsort bietet.

Das neue Heizungsregime führt dazu, dass man für die Kirche keine Aussenisolation anbringen müsse, betonte Robert Eigenmann. «Wir brauchen keine Wohnzimmertemperatur in der Kirche, zumal die teure Orgel diese nicht verträgt.»

Die Gemeindeversammlung hatte im Dezember eine Million Franken für diese Sanierungsschritte genehmigt. Zuvor erfolgte die nun praktisch abgeschlossene Aussensanierung der bald 50-jährigen Kirche für 970 000 Franken.

Saal als vorübergehende Kirche

Die Arbeiten sollen bis Ende August abgeschlossen sein, sodass die Kirche ab September wieder benutzt werden kann. Als Ersatz für die Kirche benutzt die Kirchgemeinde in der Umbauzeit den Gemeindesaal im Untergeschoss der Anlage.

Man hat dafür extra einen behindertengerechten Zugang geschaffen.

Im Weiteren teilt Robert Eigenmann mit, dass das Kirchgemeindesekretariat ins ehemalige Sitzungszimmer gezügelt sei und im alten Sekretariat nun Sitzungen abgehalten werden können.

Der Grund: Unten besteht viel mehr Platz. Als nächsten Punkt will die Kirchenpflege das Pfarrhaus wegen einer allfälligen Sanierung begutachten.

Gute Zahlen 2012

Im Vorfeld der am 18. April stattfindenden Kirchgemeindeversammlung stellte Eigenmann einige Details aus der Rechnung 2012 vor. Dabei waren die Steuereinnahmen, vorwiegend aus höheren Einnahmen aus Vorjahren, deutlich höher als budgetiert.

Statt eines Defizits von 676 000 Franken kam eines von lediglich 311 000 Franken zustande. Nach wie vor habe man einen guten Cashflow. Die liquiden Mittel betragen immer noch 950 000 Franken, 660 000 weniger als im Vorjahr – wegen der Aussensanierung der Kirche.