Bruno-Weber-Park

Petrus zum Trotz: Gute Besucherzahlen am Eröffnungs-Wochenende

Die Künstlerwitwe Maria Anna Weber und der Stiftungsrat sind mit den Besucherzahlen am Wochenende der Wiedereröffnung zufrieden. Über 200 Besucher fanden am Sonntag schätzungsweise den Weg in den Park.

Drei Tage sind seit der Wiedereröffnung des Bruno-Weber-Parks vergangen, und bereits zieht der Stiftungsrat eine erste positive Bilanz: Die exakten Besucherzahlen seien zwar noch nicht erhoben, sagt Stiftungsratspräsidentin und Kunsthistorikerin Isabelle Cart.

«Am Sonntag waren aber rund 200 Personen hier, und am Montag dürften es gar noch mehr gewesen sein.» Und dies, obwohl Petrus beim neuen Anlauf des Skulpturenparks des 2011 verstorbenen Künstlers Bruno Weber nur halbwegs mitspielen wollte: Nachdem am Samstag fast durchgehend Regen fiel, verbesserte sich das Wetter ab Sonntag zunehmend. Das habe dazu geführt, dass immer mehr Leute in den Park strömten, so Cart.

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«Tele M1»-Bericht vom Januar 2015: Bruno Weber Park ist gerettet - im April 2015 wird er wiedereröffnet.

Bereits kam ausländischer Besuch

Webers Witwe Maria Anna ist froh, dass der Park nun offen ist und bereits wieder so viele Besucher anziehen konnte, wie sie auf Anfrage sagt: «Ich muss ein grosses Dankeschön an all jene Leute richten, die schon früher oft hier waren und nun ihre Treue bewiesen haben.»

Gefreut habe sie aber auch, dass viele neue Gesichter zu sehen gewesen seien. Schon am ersten Wochenende nach der vorübergehenden Schliessung des Skulpturenparks hätten selbst Gäste aus dem Ausland den Park auf der Gemeindegrenze zwischen Dietikon und Spreitenbach besucht, sagt Weber: «Ich habe etwa mit einem Bildhauer aus Prag und einer Familie aus Spanien gesprochen.»

Nur positive Reaktionen hat sie auf einige sichtbare Neuerungen im Park erhalten. So seien etwa viele langjährige Besucherinnen und Besucher darüber erleichtert gewesen, dass das Zelt am Eingang des Parks verschwunden ist, sagt die Künstlerwitwe. «Nun ist der Blick auf den Wassergarten und die umliegenden Skulpturen vom Eingang her nicht mehr verstellt.»

Vor der Schliessung wurde das Zelt für private Feste und Apéros vermietet, um die Finanzierung des Parks zu erleichtern. Doch damit ist nun Schluss: Gemäss dem langfristigen Konzept des Stiftungsrats soll der Park Kunst und Architektur erlebbar machen und kein Veranstaltungsort sein. Apéros würden künftig nur noch im Anschluss an Gruppenführungen durch den Bruno-Weber-Park angeboten, dann jedoch im Wassergartensaal, sagt Weber.

Neu ist zudem, dass der Park nicht mehr nur an drei, sondern an sechs Tagen pro Wochen geöffnet ist, und dass die Tickets mittels eines professionellen Kassensystems auch online gebucht werden können.

Teil eines grösseren Plans

Die Modernisierung der Infrastruktur und die Neuausrichtung des Parks erfolgten nicht zufällig, sondern gehören zum neuen Betriebskonzept: Noch vor wenigen Monaten sah es äusserst düster aus für den Bruno-Weber-Park. Ende Oktober wurde er aufgrund massiver finanzieller und struktureller Probleme geschlossen. Der gesamte Stiftungsrat war zurückgetreten, eine kommissarische Stiftungsrätin entliess das Personal.

Seit Ende letzten Jahres ist nun ein neuer Stiftungsrat unter Präsidentin Isabelle Cart am Zug, der eng mit der Künstlerwitwe Maria Anna zusammenarbeitet. Vergangene Woche präsentierte die Stiftung ihre Zukunftspläne: In 21 Jahren soll der etappenweise sanierte Park in neuem Glanz erstrahlen und national und international mehr Bekanntheit erlangen. Seit Samstag steht Bruno Webers Vermächtnis dem Publikum nun wieder offen.

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