Schlieren
Petition an Stadtrat verlangt Änderung der Linienführung

Schlieren Der Verein «Limmattalbahn – so nicht!» sammelte über 700 Unterschriften für eine Petition. Darin fordert er den Stadtrat dazu auf, sich für Änderungen an der Linienführung im Spitalquartier und anderen Streckenabschnitten einzusetzen.

Florian Niedermann
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Rudolf Dober, Heidemarie Busch und Felix Kissling (von links) überreichen Toni Brühlmann die Petition.

Rudolf Dober, Heidemarie Busch und Felix Kissling (von links) überreichen Toni Brühlmann die Petition.

Limmattaler Zeitung

Der Verein «Limmattalbahn – so nicht!» findet im Kampf gegen die geplante Linienführung in Schlieren Unterstützung. Gestern überreichte die Vereinsleitung dem Stadtrat eine Petition mit 700 Unterschriften, in der die Exekutive dazu aufgefordert wird, sich für ihre Anliegen gegenüber der Limmattalbahn AG starkzumachen.

«Wir erwarten, dass der Stadtrat sich für unsere Interessen ebenso einsetzt wie derjenige in Dietikon für die Änderung der Linienführung beim Bahnhof», sagte Vereinsvizepräsidentin und CVP-Gemeinderätin Heidemarie Busch. Dazu solle er konkrete Forderungen an die Projektleitung richten.

Stadtrat soll Bedenken würdigen

In ihrem Vorstoss fordern die Unterzeichnenden, dass der Stadtrat die Bedenken der Bevölkerung gegenüber dem Bahnprojekt, das ab 2020 Altstetten und Killwangen auf einer 13,5 Kilometer langen Strecke verbinden soll, «in genügender Weise» wahrnimmt. Sie wollen, dass er sich dafür einsetzt, dass sich die Verkehrssituation für den motorisierten Individualverkehr durch den Bahnbetrieb nicht verschlechtert.

So müssen die Zufahrt zum und die Wegfahrt vom Bahnhof über den Stadtkreisel weiterhin möglich sein. Ausserdem solle die Lebensqualität in den Quartieren und im Stadtzentrum – etwa mithilfe einer Untertunnelung – erhalten werden. Und schliesslich wollen die Unterzeichnenden, dass die Tramlinie 2 nicht bis nach Schlieren weitergeführt wird. So erübrige sich eine Wendeschlaufe im Zentrum und gleichzeitig verringerten sich die Betriebsbeiträge für die Stadt.

Stadtpräsident Toni Brühlmann-Jecklin (SP) erklärte bei der Übergabe, dass die Exekutive zur Kenntnis nehme, dass die Sorgen der Anwohner des Spitalquartiers von anderen Stadtbürgern geteilt würden. Der Stadtrat sei seit Monaten mit den Planern in Kontakt und es seien bereits Anpassungen vorgenommen worden. «Falls wir zur Überzeugung kommen, dass in den angesprochenen Punkten Optimierungen an der Verkehrsführung möglich sind, werden wir vor und während der Planauflage auf die Limmattalbahn AG zugehen», sagte er.

Thema kommt auf Traktandenliste

Die Änderung der Linienführung der Limmattalbahn auf Schlieremer Boden wird kommenden Montag auch das Stadtparlament beschäftigen. Dieses muss dann über eine Motion des Vereinspräsidenten und SVP-Gemeinderats Thomas Grädel befinden, in der er eine Untertunnelung des Stadtzentrums und des Spitalquartiers fordert. Mit oder ohne Überweisung stehe das Thema Limmattalbahn ohnehin auf der Traktandenliste des Stadtrats, erklärte Brühlmann.

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