Dietikon
Persönliche Updates für Facebook-Dietiker am «Revival-Fest»

Mitglieder der Facebook-Gruppe «Du bisch vo Dietike wenn» haben sich in der Reppisch-Halle getroffen. Es gab freudiges Wiedersehen, aber auch erstes näheres Kennenlernen «in Echt».

Ly Vuong
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Treffen in Echt: Das Fest der Facebook-Gruppe «Du bisch vo Dietike» lockte 140 Gäste an. Organisator Vittorio Gallo (vorne, liegend) hatte Grund zur Freude.
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Wiedersehen von Kumpels
Stadtpräsident Otto Müller redet über die aktuelle Entwicklung Dietikons.
Sibil Nunez mit Freund (links) und Kollege präsentieren Steak und Kartoffelsalat.
Sänger Enzo Canelli (links) freut sich, Freunde aus der Jugend wiederzusehen.
Fest-Organisator Vittorio Gallo begrüsst die Besucher.
Beim Apero kommen die Besucherinnen ins Gespräch.
Treffen der Facebook-Gruppe «Du bisch vo Dietike wenn»

Treffen in Echt: Das Fest der Facebook-Gruppe «Du bisch vo Dietike» lockte 140 Gäste an. Organisator Vittorio Gallo (vorne, liegend) hatte Grund zur Freude.

Ly Vuong

Auch Stadtpräsident Otto Müller gehört zur Facebook-Gruppe «Du bisch vo Dietike wenn». Er verfolge Beiträge wie «Mer isch vo Dietike, wenn man das Warenhaus Regina oder Jelmoli kennt» oder «wenn man dem Lehrer XY an den Haaren gerissen hat...» mit grossem Interesse, sagt Müller in seiner Ansprache in der Reppisch-Halle am «Revival-Fest», dem Treffen der Facebook-Gruppe in Echt.

Dieses «Revival-Fest» verbinde neue, alte und ehemalige Dietiker und zeige, dass Dietikon lebe und sich verändere, sagt Müller und skizziert die aktuellen Entwicklungen Dietikons mit seinen 25 950 Einwohnern. Mit dem Erwähnen des tiefst gelegenen Skilifts der Schweiz bei der Hundshütte und den gepflegten Traditionen wie Chilbi und Sichlete weckt der Stadtpräsident schöne Erinnerungen an Dietikon bei den über 140 Gästen.

Angemeldet hätten sich etwa 160 Teilnehmer. Über die Hälfte der 140 Gekommenen könnten auf eine gemeinsame Zeit in Echt zurückblicken, meint der Organisator des «Revival-Fests» Vittorio Gallo.

Die Facebook-Gruppe «Du bisch vo Dietike wenn» hat Silvia Junker-Tschümperlin anfangs 2014 ins Leben gerufen. Die Gruppe ist schnell gewachsen und hat heute rund 1800 Mitglieder unterschiedlichsten Alters. Bereits im Frühling dieses Jahres hat sich der 41-jährige Gallo vorgenommen, ein Fest für die Gruppe zu organisieren, das wie eine Art Klassentreffen sein soll.

Die Mehrheit der Festbesucher ist denn auch zwischen 35 und 45 Jahren. Die meisten verbrachten ihre Kindheit und Jugend in Dietikon und kennen sich deshalb vom Jugendhaus, von der Schule oder nur vom Sehen. Am «Revival-Fest» gibt es nun gegenseitige Updates, was alles passiert ist in der Zwischenzeit.

Erst über Facebook kennengelernt

Für Monica Vidal ist es «cool», Bekannte, die man seit über 25 Jahren nicht mehr getroffen hat und die man nur über Facebookprofile sieht, zu treffen. Die Wege des sich Kennenlernens können aber auch verschlungener sein. So sind Sonia Nuñez und Adriana Frisullo-Zaminga zwar in Dietikon aufgewachsen. Sie haben sich aber erst übers Facebook richtig gut kennengelernt. Andere wie Sandro Medaglia und seine Frau Manuela sind bereits zusammen zur Schule gegangen und nutzen die Gelegenheit, gemeinsame Freunde wie Giuseppe Di Matteo wieder einmal nach über einem Jahrzehnt zu sehen. Di Matteo sei von der «Bronx» Dietikons, dem Zentralschulhaus, und Medaglias von «Beverly Hills» Dietikons, dem Schulhaus Luberzen, scherzt Di Matteo. Die Verbindung zwischen diesen beiden Seiten bildete das Jugendhaus, so Di Matteo.

In den 1970er Jahren lebten in Dietikon viele italienische Einwohner; 1500 von ihnen stammten aus demselben Dorf Calabria. So hat die Mehrheit der Festbesucher an diesem Abend italienische Wurzeln. Der Auftritt von Sänger Enzo Canelli mit seinen italienischen Britpop-Ohrwürmern kommt deshalb gut an. «Es ist ein sehr schönes Fest, alle reden mit allen», findet der Sänger. Auch Organisator Gallo ist zufrieden: «Das Treffen ist perfekt!»