Schlieren

Parlament genehmigt 2-Millionen-Planungskredit für neues Alterszentrum – keine Gegenstimmen

Das Siegerprojekt «Der Himmel ist grün» kommt gut an.

Das Siegerprojekt «Der Himmel ist grün» kommt gut an.

Lediglich über die Erschliessung des geplanten neuen Alterszentrums wurde im Schlieremer Parlament kontrovers diskutiert.

Ohne Gegenstimme winkte das Schlieremer Parlament am Montag den Planungskredit von knapp 2 Millionen Franken für den Bau eines neuen Alterszentrums bei der Geissweid durch. Die verantwortliche Finanz- und Liegenschaftsvorsteherin Manuela Stiefel (parteilos) zeigte sich entsprechend zufrieden und lobte die knackigen Voten der Rednerinnen und Redner.

Neben der Rechnungsprüfungskommission, die sich einstimmig für den Kredit aussprach, waren auch sämtliche Parteien dafür. Jolanda Lionello (SP) sagte: «Wir brauchen diese Einrichtung dringendst, da wir Platz für unsere älteren Menschen benötigen.» Dominic Schläpfer von der FDP pflichtete ihr bei und verwies darauf, dass der Bedarf unbestritten sei. Thomas Widmer vom Quartierverein (QV) nannte «Der Himmel ist grün» ein sehr gelungenes Siegerprojekt. Doch wies er darauf hin, dass das geplante Gebäude ebenso hoch sei wie das «Parkside» direkt am Stadtplatz. «Unsere grüne Mitte könnte bald zum Central Park werden.» Zudem soll die Anfahrt zur Alterseinrichtung nicht wie bislang geplant über die Obere Bachstrasse, sondern über die Badenerstrasse erfolgen. «Andernfalls drohen Einsprachen gegen das Projekt, die es um bis zu zwei Jahre nach hinten verschieben könnten», fügte seine Parteikollegin Gaby Niederer an.

Stiefel erwiderte, die Höhe des Baus ergebe sich durch das von der Alters- und Sozialabteilung bestellte Volumen des Gebäudes. «Wir mussten uns entscheiden, ob wir in die Höhe oder in die Breite bauen sollen. Wir haben uns für eine quartierverträgliche Variante entschieden.» Und bezüglich der Anbindung des Alterszentrums über die Badenerstrasse erklärte sie, dass im Bachstrassen-Quartier derzeit eine Luxuslösung vorliege, da die dortige Strassen­anbindung für viel mehr Wohneinheiten vorgesehen war, als aktuell vorhanden sind.«Dies ist auch den Anwohnern bekannt.»

Bis spätestens Anfang 2026 muss das neue Alterszentrum bezogen sein, da die bisherige Einrichtung, das Sandbühl, dann voraussichtlich den Besitzer wechselt. Das Volk soll im ersten Quartal 2022 über den Baukredit in der Höhe von rund 45,5 Millionen Franken entscheiden.

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