Doch nicht nur bei der Abstimmung fiel auf, wie geschlossen das Parlament agiert. Auch in ihren Begründungen demonstrierten die Gemeinderäte eine selten zu erlebende Übereinstimmung.

«Unhaltbarer Zustand»

So betonte Irene Wiederkehr (SVP), wie wichtig Fussball im Allgemeinen und der Platz im Besonderen für die Integration und Jugendförderung in Dietikon sei. Fast genau gleich argumentierte Max Wiederkehr für die CVP. Er erklärte zudem, der FC Dietikon leiste «wichtige Öffentlichkeitsarbeit» für Dietikon. Nicht zuletzt sei auch die Leistung der rund 80 Freiwilligen, die sich für den Club einsetzten, «gewaltig», so Wiederkehr.

In die gleiche Kerbe schlug Martin Romer (FDP): Auch er sprach von der wichtigen Jugend- und Integrationsarbeit, die der FC Dietikon leiste. Er wies ausserdem auf den desolaten Zustand des Platzes hin, den er als «unhaltbar» bezeichnete. Der Rasen sei manchmal derart überschwemmt, dass er eher einem Biobad gleiche, sagte Romer.

Auch die EVP macht sich mit ähnlichen Begründungen stark für den Sanierungskredit. Sie halte sportliche Betätigung im Freien für «sehr sinnvoll», sagte Christine Ilg-Lutz. Daher sei der Fussballplatz wertvoll für Dietikon.

Letzte Sanierung vor 50 Jahren

Zuvor hatte René Stucki (SP) als Sprecher der Geschäftsprüfungskommission ein düsteres Bild vom aktuellen Zustand der Sportanlage gezeichnet. Der Hauptplatz werde regelmässig so überflutet, dass er nicht mehr bespielbar sei, da das Wasser nicht richtig ablaufe. Während gewisser Zeiten, vor allem im Frühling und Herbst, seien die Spieler daher «zur Untätigkeit verdammt», so Stucki.

Mit dem vom Parlament am Donnerstagabend gesprochenen Kredit kann der Hauptplatz nun neu gebaut werden - mit Flächendrainage und einer neuen Rasentragschicht. Davon profitieren werden vor allem die rund 300 Juniorinnen und Junioren und die rund 180 Aktivfussballer des Clubs.

Zuletzt wurde der Platz vor etwa 50 Jahren umfassend saniert. Seither sind auf dem ganzen Platz Unebenheiten aufgetreten, die laut Stadtrat «eine Verletzungsgefahr darstellen».