Uitikon

Parkbussen in eigenen Sack gesteckt? Justiz ermittelt gegen Ex-Dorfpolizist

Ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen den Ex-Gemeindepolizisten von Uitikon?

«Verschiedene Vorkommnisse haben den Gemeinderat dazu bewogen, das Anstellungsverhältnis mit dem Gemeindepolizisten per sofort aufzulösen», schrieb der Uitiker Gemeinderat im Januar in seinem Dorfblatt. Nun wird klar, was dahintersteckt.

Der ehemalige Gemeindepolizist von Uitikon (Name der Redaktion bekannt) soll im Visier der Ermittler stehen. Es besteht offenbar Verdacht auf Veruntreuung. «Es steht der Vorwurf im Raum, dass er Bussengelder in die eigene Tasche gesteckt haben soll», sagte Erich Wenzinger von der Zürcher Oberstaatsanwaltschaft zum «Blick». Zur Höhe der allfälligen Bussensumme macht die Staatsanwaltschaft keine Angaben.

Gemäss Bericht des Boulevardblatts brachte eine Busse wegen Falschparkens vom 6. Juni 2016 die Sache ins Rollen. Als ein Deutscher eine Parkbusse in der Höhe von 120 Franken zahlen musste, hatte er nur 110 Franken im Portemonnaie, woraufhin der Gemeindepolizist das Geld genommen und ihm gleichwohl eine Quittung in der Höhe von 120 Franken ausgestellt haben soll.

Daraufhin soll sich der deutsche Falschparker bei der Kantonspolizei Zürich gemeldet und ein Mail von der Abteilung für Amtsdelikte erhalten haben. Dem deutschen Falschparker wurde gesagt, dass ein ganzer Quittungsblock im System nicht existiere. Alles Quittungen zu Parkbussen, die der Dorfpolizist in den eigenen Sack steckte?

Die Gemeinde soll von nichts gewusst haben, bis der Deutsche sich am 5. Dezember 2018 an sie gewandt haben soll. Die Gemeindekanzlei soll dann am 21. Januar 2019 Strafanzeige eingereicht und den Gemeindepolizisten entlassen und die Staatsanwaltschaft ein Verfahren eröffnet haben. (az)

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