Dietikon
Ordensschwester las eine Adventsgeschichte mit «Pepp»

Ordensschwester Elisabeth Müggler, Björge Hehner vom Theaterverein Dietikon und die Künstlerin Maria Anna Weber Godon brachten am Freitag je eine eigene Geschichte zur Lesung in der Buchhandlung Scriptum.

Anina Gepp
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Ordensschwester Elisabeth Müggler liest eine Geschichte des Schweizer Kolumnisten Peter Hammel.

Ordensschwester Elisabeth Müggler liest eine Geschichte des Schweizer Kolumnisten Peter Hammel.

Anina Gepp

Im von Kerzenschein erleuchteten «Room One» direkt gegenüber der Buchhandlung Scriptum machten es sich rund zwanzig Besucher gemütlich. Die Tische waren mit frischen Tannenästen, Mandarinen und Nüssen geschmückt und auch die ersten selbst gebackenen Weihnachtsguetzli und Lebkuchen fehlten nicht. Bei einer wärmenden Tasse Tee genossen die Gäste in gemütlicher Atmosphäre die vorgelesenen Weihnachtsgeschichten.

Maria Anna Weber Godon, Künstlerin und Witwe des Künstlers Bruno Weber, Ordensschwester Elisabeth Müggler aus Schlieren und Björge Hehner vom Theaterverein Dietikon hatten jeweils eine Geschichte vorbereitet. Die Gäste lauschten gespannt. Nur noch das leise Kauen von Keksen war zu hören.

Besinnlich oder amüsant mussten sie sein, so lautete die Vorgabe für die Auswahl der gelesenen Geschichte. Ordensschwester Müggler entschied sich für die witzige Weihnachtsgeschichte «Hugo der Krippenesel» vom Schweizer Kolumnisten Peter Hammel. «Von mir hätte man wahrscheinlich gerade das Gegenteil erwartet, eine fromme und besinnliche Geschichte. Doch genau deshalb entschied ich mich für eine mit ‹Pepp›», sagte sie und lachte. Die Weihnachtsstimmung habe sie auch bereits ergriffen. «Ich habe schon gegen die 30 Geschenke eingepackt.»

Maria Anna Weber hingegen entschied sich mit «Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern» für eine klassische Weihnachtsgeschichte von Christian Andersen. Björge Hehner trug seine Lieblingsweihnachtsgeschichte vor. Der Text «Weihnachtsfest der Fischer» wurde von Joop Waasdor, einem niederländischen Journalisten, verfasst und bestach durch ihre witzigen Pointen.

Mit dem Anlass hat die Buchhandlung Scriptum zum ersten Mal eine Adventsgeschichtenlesung einberufen. Ginge es nach den Lesenden, würde sie auch nächstes Jahr wieder stattfinden. Mengia Cincera von der Buchhandlung Scriptum kann sich das gut vorstellen. «Ich habe sofort zugesagt, eine Geschichte vorzulesen. Solche Projekte muss man unterstützen», sagte Weber Godon. Auch Hehner genoss die vorweihnachtliche Atmosphäre: «Ich vom Theaterverein Dietikon komme sozusagen aus der Nachbarschaft der Buchhandlung. Wir unterstützen uns daher gegenseitig. Es ist ein wirklich gelungener Abend.» Das Trio aus Ordensschwester Elisabeth Müggler, Anna Maria Weber Godon und ihm habe ohne vorherige Absprache toll harmoniert.

Musikalisch wurden die vorgetragenen Geschichten von der Harfenspielerin Raphaela Späni aus Glarus begleitet. Das gefiel der 91-jährigen Gisela Räber besonders, die zusammen mit ihrer Freundin Margrit Kappeler zur Lesung kam. Räber erinnerte der Abend an ihr eigenes Weihnachtsfest. Noch immer hole sie jedes Jahr ihren Tannenbaum selbst und schmücke ihn festlich.