Limmattal
Online-Bibliothek wird wegen Corona-Notstand aufgestockt

Limmattaler Bibliotheksnutzer dürfen sich freuen: Das Angebot des digitalen Services Onleihe wird verbessert.

Florian Schmitz
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Letzte Woche haben die Ausleihzahlen von Dibiost schon deutlich zugenommen.

Letzte Woche haben die Ausleihzahlen von Dibiost schon deutlich zugenommen.

Walter Schwager

Weil die Türen der Limmattaler Bibliotheken bis mindestens ­ 19. April geschlossen bleiben, müssen die Bibliotheken andere Lösungen finden, um ihre Kundinnen und Kunden mit neuen Inhalten zu versorgen. ­Einige wenige bieten sogar an, ausgeliehene Medien direkt in den Briefkasten zu liefern (die «Limmattaler Zeitung» berichtete). Aber vor allem digitale ­Ausleihformen werden derzeit besonders rege genutzt. Die Bibliotheken in Aesch, Birmensdorf, Dietikon, Geroldswil, Oberengstringen, Schlieren, ­Uitikon, Urdorf und Weiningen sind alle der digitalen Bibliothek Ostschweiz (Dibiost) angeschlossen.

Innert weniger Tage haben die grössten Bibliotheken des Verbunds 30000 Franken gespendet, um den Medienbestand von Dibiost schnell und unbürokratisch aufzustocken, sagt Felix Stadler von der Geschäftsstelle des Vereins Dibiost.

Mehr Lizenzen für die beliebtesten Titel

Von der Finanzspritze profitieren die Limmattaler Bibliotheken genauso wie viele andere regionale Gemeinde- oder Schulbibliotheken im Verbund. Mit dem Geld sollen nicht primär neue Medien erworben werden, sondern mehrheitlich zusätzliche Lizenzen von besonders beliebten, bereits verfügbaren Titeln, erklärt Stadler. So können die gefragtesten Medien von mehr Menschen gleichzeitig ausgeliehen werden. «Wir rechnen mit deutlich mehr Ausleihen.» Das habe sich bereits an den Zahlen der vergangenen Woche gezeigt, sagt er.

Die 30000 Franken entsprächen etwa sechs Prozent des jährlichen Budgets für Medienerwerb. Bezahlt wurde die Aufstockung laut Stadler zu etwa gleichen Teilen von den im Verbund integrierten Kantons- beziehungsweise Landesbibliotheken der Kantone Appenzell Inner- und Ausserrhoden, Glarus, Graubünden, St.Gallen, Schaffhausen, Thurgau und des Fürstentums Liechtenstein.