Oetwil
Oetwil beteiligt sich künftig finanziell an der Kinderbetreuung

Die Gemeindeversammlung hat am Dienstagabend einer Verordnung über Unterstützungsbeiträge an familienergänzende Betreuungsverhältnisse in Kinderkrippen und Tagesfamilien zugestimmt.

Sandro Zimmerli
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Die Unterstützungsbeiträge für die Kinderbetreuung soll auch die Standortattraktivität der Gemeinde steigern.

Die Unterstützungsbeiträge für die Kinderbetreuung soll auch die Standortattraktivität der Gemeinde steigern.

Die Gemeinde Oetwil an der Limmat subventionierte bisher keine Betreuungsverhältnisse in Kinderkrippen oder bei Tagesfamilien. Das wird sich nun ändern. Mit grosser Mehrheit haben die 40 anwesenden Stimmberechtigten an der Gemeindeversammlung vom Dienstagabend eine Verordnung verabschiedet, welche die Grundsätze für eine finanzielle Unterstützung von Eltern bei der Betreuung von Kindern im Vorschulalter regelt.

Damit reagiert die Gemeinde auf das revidierte Kinder- und Jugendhilfegesetz. Dieses verpflichtet die Gemeinden seit dem 1. Januar 2013 zu einem bedürfnisgerechten Betreuungsangebot. Übergeordnetes Ziel dieses Gesetzes ist die Förderung der Vereinbarkeit von beruflichen und familiären Verpflichtungen.

Die Verordnung sieht vor, dass die Eltern bei der Wahl des Betreuungsangebotes frei sind. Allerdings gelten verschiedene Grundsätze. Die Tagesstätten müssen im Besitz einer Bewilligung sein. Anspruchsberechtigt sind nur in Oetwil Steuerpflichtige. Die Höhe der Unterstützung ist abhängig vom steuerbaren Einkommen und Vermögen der Eltern. Der minimale Elternbeitrag für einen Betreuungstag in der Kinderkrippe beläuft sich auf 24 Franken. Der maximale Unterstützungsbeitrag der Gemeinde beträgt 86 Franken. Die Gemeinde rechnet damit, dass die jährliche Investition in der Grössenordnung von 70 000 Franken liegen wird.

Ebenfalls genehmigt wurde die Jahresrechnung 2012. Sie stand als zweites Geschäft auf der Traktandenliste. Die Rechnung schliesst mit einem Gewinn von knapp 367 000 Franken. Budgetiert war ein Ertragsüberschuss von knapp 97 000 Franken. Dadurch steigt das Eigenkapital auf rund sieben Millionen Franken.

Grund für die Resultatsverbesserung sind einerseits höhere Steuereinnahmen. Andererseits sind in verschiedenen Bereichen weniger Kosten angefallen als budgetiert.