Das Oberstufenschulhaus in Weiningen bietet Platz für 20 Klassen aus den vier Gemeinden Unterengstringen, Weiningen, Geroldswil und Oetwil. Schon heute werden dort 19 Klassen mit insgesamt 339 Schülerinnen und Schülern unterrichtet. Bereits im nächsten Schuljahr 2018/19 dürfte es eng werden, denn die Schulpflege rechnet mit einer Zunahme um 30 Schüler. In fünf Jahren wird es gar keinen Platz mehr haben. Dann werden ungefähr 415 Schülerinnen und Schüler erwartet. «Spätestens bis dann sollten die neuen Räume für die Oberstufe bezugsbereit sein», sagt Schulpfleger Marco Rossi. Der Ressortvorsteher Immobilien und Hausdienst wird an der Kreisgemeindeversammlung vom 6. Juni aus diesem Grund den geplanten Erweiterungsbau vorstellen.

4,2 Mio. Fr. Baukosten erwartet

Die anwesenden Stimmberechtigten werden über den Projektierungskredit von 250 000 Franken befinden können. Sagen sie Ja, kann die Schule den nächsten Schritt unternehmen: die Auswahl eines Architekturbüros. «Wahrscheinlich werden wir einen Wettbewerb ausschreiben», sagt Rossi weiter. Gerechnet wird mit Kosten von ungefähr 4,2 Millionen Franken. Ob der geplante Erweiterungsbau freistehend oder an das bestehende Schulhaus angebaut wird, ist ebenfalls noch offen.

Fest steht bereits heute, dass es im Schulhaus mehr Gruppenzimmer, Archiv-, Material- und Lagerräume braucht. Wie eine im letzten Sommer gegründete Arbeitsgruppe ermittelte, müsste auch der Nordtrakt behinderengerecht gebaut werden. Weiter fehlt es an Raum für den Atelierunterricht und für die Schulbibliothek. Seit längerem wünschen sich die Lehrpersonen zudem statt zweier räumlich weit auseinanderliegender Lehrerzimmer ein grosses, gemeinsames Zimmer. Im Nordtrakt fehlt es zudem an Computerarbeitsplätzen für die Schülerinnen und Schüler.

800 Quadratmeter sind gefragt

Mit der anstehenden Einführung des Lehrplans 21 wird das Fach Medien und Informatik neu als obligatorisches Fach eingeführt und damit werden mehr Informatikräume nötig. Zuletzt braucht es mit den steigenden Schülerzahlen auch mehr Raum für den Mittagstisch. Insgesamt rechnet die Schulpflege mit einem zusätzlichen Bedarf von rund 800 Quadratmetern.

Rechnung besser als erwartet

Die Stimmbürger werden an der kommenden Versammlung auch über die Jahresrechnung 2017 befinden. Diese schliesst mit einem Plus von rund 60 000 Franken. Budgetiert war ein Minus von 464 000 Franken. Der Aufwand beläuft sich auf 9,24 Millionen Franken, demgegenüber steht ein Ertrag von 9,30 Millionen Franken.

Für den besseren Abschluss sind unter anderem nicht getätigte Reparaturen – wie etwa die Sanierung des Turnhallendachs – verantwortlich. Oder aber man konnte billiger als erwartet sanieren, so betrug beispielsweise die Einsparung bei den Toilettenanlagen rund 20 000 Franken. Kommunal besoldete Kurzvikariate mussten zudem nur wenige vergütet werden (vier an der Zahl), was zu einer weiteren Aufwandminderung von rund 11 000 Franken führte.

Zudem wurde der Kredit für diverses Schulmaterial im Werkunterricht sowie im Hauswirtschaftsunterricht nicht ausgeschöpft. Angestiegen sind hingegen die Kosten für schulpsychologische Abklärungen (9000 Franken mehr als budgetiert) sowie für die Sonderschulung (27 000 Franken mehr).

Die Rechnungsprüfungskommission spricht sich für die Annahme der Jahresrechnung aus.