Regen
Oberengstringen: Limmatauen haben noch genug Platz für Wasser

Petrus hat die Schleusen über das Wochenende geöffnet. Der Dauerregen lässt in der ganzen Schweiz die Gewässerpegel ansteigen – dies zeigt sich auch auf den Limmatauen in Oberengstringen. Gefahr besteht laut dem Awel jedoch keine.

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Limmatauen haben noch Platz für Wasser
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Auch unter dem Erlebnisweg, der normalerweise auf Waldboden steht, sammelt sich an gewissen Stellen das Wasser
Nicht nur Bäume trotzden den Wassermassen
Sportler lassen sich vom hohen Wasserpegel aber nicht abschrecken
Das Wasser lässt sich von den Absperrungen nicht abhalten
Die Wasserkapazität der Limmatauen ist noch nicht ausgeschöpft

Limmatauen haben noch Platz für Wasser

Alex Rudolf

Im Kanton Bern und in der Westschweiz sind bereits Flüsse über die Ufer getreten, Erdrutsche verursachten an Hanglagen grosse Schäden. Auch im Kanton Zürich sind die Pegel der Gewässer auf einem hohen Niveau.

Dies zeigt sich auch auf den Limmatauen Werdhölzli in Oberengstringen. Bäume sind teilweise in den Wassermassen begraben. Alle Gehwege sind für Fussgänger jedoch noch problemlos begehbar. Die baulichen Massnahmen, die vor anderthalb Jahren fertiggestellt wurden, zahlen sich aus. Wegen der abgeflachten Flussufer hat es hier mehr Platz für die Wassermassen.

Matthias Oplatka, Leiter der Sektion Bau der Abteilung Wasserbau das AWEL (Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft) sagt auf Anfrage, dass es in der Region keinen Grund zur Sorge gibt: Die pro Sekunde transportierte Wassermenge liege mit rund 320 Kubikmetern deutlich unter der Gefahrengrenze von 350. „In rund einer Woche wird sich der normale Wasserstand der Limmat wieder eingependelt haben, sofern weitere grössere Niederschläge ausbleiben“, so Oplatka.
Nach den Wassermassen werden die Limmatauen aber ihr Gesicht ein wenig verändert haben. So erwartet Oplatka, dass das Wasser am Flussbett nagt und sich besonders die drei kleinen Inseln in ihrer Form verändern werden. „Dies war genau das Ziel. Die Limmat soll die Auenlandschaft mitgestalten,“ sagt er. (aru)