Oberengstringen
Kampf verschoben – Alexander Nedbei muss sich noch gedulden

Der Oberengstringer Profiboxer steht vor dem wichtigsten Fight seiner Karriere. Die Durchführung des Kampfs um den EM-Titel in Gelsenkirchen wurde wegen Auflagen aufgrund der Coronapandemie von der Stadt jedoch nicht bewilligt.

Ruedi Burkart
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Alexander Nedbei muss noch auf den wichtigsten Kampf seiner bisherigen Karriere warten.

Alexander Nedbei muss noch auf den wichtigsten Kampf seiner bisherigen Karriere warten.

zvg

Nichts wurde aus dem geplanten EM-Kampf des in Oberengstringen wohnhaften Deutschen Alexander Nedbei. Der 34-jährige Profiboxer wollte eigentlich am vergangenen Samstag in Deutschland gegen seinen sieben Jahre älteren Landsmann Christian Hiller boxen. Doch die Stadt Gelsenkirchen – dort, wo der Fight hätte stattfinden sollen – verweigerte laut Aussage von Nedbei wegen Auflagen aufgrund der Coronapandemie die Bewilligung zur Durchführung.

Aufgeschoben ist aber nicht aufgehoben. «Der Kampf wird am 21. März stattfinden», gibt sich Nedbei zuversichtlich. «Das hoffe ich jedenfalls.» Jetzt sei alles klar, so der Boxer. Nedbei versichert, er fühle sich bereit und könne während der Zwangspause einigermassen gut trainieren, auch wenn wegen Corona «die ganze Situation ziemlich bescheiden ist».

Sein Ziel sind die Top 100 der Weltrangliste

Der Kampf gegen Hiller ist der bislang wichtigste in der mittlerweile
16-jährigen Karriere von Nedbei. Er wird in der Gewichtsklasse «Cruiser» um den «Continental Title» des Verbandes UBF (United Boxing Federation) kämpfen, also um den Europameister-Titel. Gewinnt der Oberengstringer, winkt ihm eine Verbesserung seiner Position in der Weltrangliste vom aktuell 218. Rang um rund 50 Plätze.

Das ist deshalb wichtig, weil die Top 100 mit ihrem Sport Geld verdienen können. «Dort will ich hin, unter die ersten 100», sagt Nedbei. Dann müsste er nicht mehr rund 10'000 Franken aufbringen für einen Kampf wie für jenen, der hoffentlich am übernächsten Samstag stattfinden wird.