Oberengstringen
Gemeinderat René Beck gibt kurzfristig den Grossteil seiner Aufgaben ab

Über die Gründe für die überraschende Veränderung im Oberengstringer Gemeinderat will sich der CVP-Politiker erst zu einem späteren Zeitpunkt äussern.

Sven Hoti
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Gemeinderat René Beck ist auch nicht mehr im Kontrollorgan der Limeco vertreten.

Gemeinderat René Beck ist auch nicht mehr im Kontrollorgan der Limeco vertreten.

Fabio Baranzini

Seit 2001 ist René Beck (CVP) im Oberengstringer Gemeinderat für das Ressort Bau und Werke zuständig. Dabei trägt er die Verantwortung für die vier Bereiche Hochbau, Tiefbau, Werkdienst und Entsorgung. Das wird sich nun schlagartig ändern. Bereits ab kommendem Montag wird Beck drei seiner vier Aufgabenbereiche an andere Gemeinderäte abgeben, wie der Gemeinderat in einer Mitteilung vom Mittwoch schreibt. An seiner Sitzung vom vergangenen Montag habe der Gemeinderat beschlossen, das Ressort Bau und Werke neu zu organisieren, und die Verantwortung für das Ressort auf mehrere Schultern zu verteilen, heisst es weiter.

Wieso diese gewichtige Veränderung nötig wurde und weshalb sie so kurzfristig angekündigt wurde, bleibt zurzeit noch im Dunkeln. «Ich will vorerst nichts dazu sagen», sagt Beck auf Anfrage. Er wolle erst zu einem späteren Zeitpunkt darüber informieren. Gemeinderatspräsident André Bender (SVP) sagt mit Verweis auf die Medienmitteilung: «Mehr kommunizieren wir dazu nicht.»

Leupi und Leuch übernehmen

Neu gehen die Bereiche Tiefbau und Werkdienst in die Verantwortung von SVP-Gemeinderat und Gesellschaftsvorstand Andreas Leupi über. Den Bereich Entsorgung übernimmt fortan Sozial- und Gesundheitsvorstand Kurt Leuch (Politisches Forum Engstringen). Zudem wird er Beck im Kontrollorgan der interkommunalen Anstalt Limeco ersetzen, wie es weiter in der Mitteilung heisst. Einzig der Bereich Hochbau bleibt weiterhin unter der Leitung von Beck.

Wie die Aufgabenumverteilung die künftige Arbeit im Gemeinderat beeinflussen wird, muss sich ebenfalls zuerst zeigen. Es gebe durchaus Synergien, die man nutzen könne, sagt Bender. Er fügt als Beispiel Andreas Leupi an, der als Gesellschaftsvorstand auch für Sicherheit und Verkehr zuständig ist. Deshalb sei es passend, dass er mit Übernahme des Bereichs Tiefbau auch für die Strassen verantwortlich sein wird.

Wie reagieren die Gemeinderäte auf den zusätzlichen Aufwand?

Aber wird es den Milizpolitikern nicht zu viel mit den zusätzlichen Aufgabenbereichen? Leupi und Leuch winken beide ab. «Es lässt sich einrichten», antwortet der junge SVP-Gemeinderat Leupi. «Wäre es zu viel, hätte ich es nicht angenommen», gibt auch PFE-Präsident Leuch zu Protokoll.

Die ab Februar geltende Neukonstituierung soll zunächst bis Sommer 2022 gelten, wie Bender sagt. Dann stehen im Oberengstringer Gemeinderat Gesamterneuerungswahlen an.