Ursula Dähler ist musikalisch und sportlich und seit ihrer Island-Rundreise vor 10 Jahren im Einfachen angekommen. «Ich nehme die urbane Natur viel bewusster wahr und setze mich vermehrt für die Umwelt sowie die noch verfügbaren Ressourcen ein», sagt die 1952 in Zürich Geborene und Aufgewachsene. Bereits als Kind hatte sie eine Leidenschaft zu medizinischen Dingen. Und so lag es auf der Hand, dass sie nach der Schule eine Ausbildung zur Pharma-Assistentin in Angriff nahm. Danach arbeitete sie – mit zwischenzeitlichen Sprachaufenthalten in Italien, England sowie der Westschweiz – noch fünf Jahre in ihrem Lehrberuf.

Ein wichtiger Begleiter in ihrem Leben war und ist die Musik. «Schon in jungen Jahren habe ich mit dem Gitarren- und Handorgelspielen angefangen, Gesangsstunden genommen und Jazztanz gelernt», sagt Dähler, die vor 42 Jahren zu ihrem heutigen Ehemann Jörg nach Dietikon zog. Als die zwei gemeinsamen Töchter noch in den Kinderschuhen steckten, betätigte sie sich ausschliesslich als Familien-Managerin. Über ihre Kinder kam sie in Kontakt zu verschiedenen sozialen Einrichtungen und engagierte sich unter anderem im Club junger Familien, der später in den Elternverein überging, sowie im Vorstand der Kinderkrippe.

Im Chor gesungen

«Ich habe viele Jahre im Gospel- und Negro-Spiritual-Chor Bergdietikon gesungen und dazu die Leitung des Kinder-Gospel-Chors der katholischen Kirche Dietikon übernommen», sagt Dähler, die ab 1995 wieder ausser Haus zu arbeiten begann und in ihren unterschiedlichen Jobs interessante Einblicke in verschiedenen Branchen gewinnen konnte. Unter anderem in die Immobilienverwaltung, in die Logistik eines Spielwaren-Detaillisten oder ins Marketing eines Gross-Detaillisten.

Viel Freude bereitete ihr die Ausbildungen zur Erwachsenen-Sportleiterin bei «Allez Hop!» sowie Pro Senectute. Nach speziellen Lehrgängen im Walking, Nordic Walking sowie in Gymnastik leitete Dähler ungezählte Kurse bei Dietiker, Unterengstringer und Spreitenbacher Turnvereinen. «Ausserdem habe ich Lektionen in Volkshochschulen und Fitnesscentern gegeben und auch im Seniorenbereich viele aufgestellte Gruppen betreut. Bis zu meiner Pensionierung konnte ich über 20 Jahre lang Menschen voller Freude zu gesunder Bewegung motivieren», sagt Dähler, die viel Lebenskraft aus Familie, Fitness und Natur schöpft. Spezielle Vorlieben hegt sie für Vögel und Blumen. Und in ihrem Garten experimentiert sie gerne mit Beeren und Gemüsen. In Dietikon ist sie bei Wind und Wetter mit dem Velo unterwegs und fast täglich im Schwimmbad anzutreffen. Im Sommer geht sie ins Frei- und im Winter ins Hallenbad. Ausserdem trainiert sie einmal wöchentlich im Fitnesscenter und geht ebenso oft ins Linedance des Seniorenrats.

Aktuell geniesst Dähler das Leben mit ihrem Mann sowie den Familien ihrer beiden Töchter, vor allem mit ihrer einzigen kleinen Enkelin. An Visionen mangelt es ihr nicht, wenn sie sagt: «Vielleicht nehme ich mich auch wieder Projekten an, die das Ziel haben, Menschen zu bewegen. Zum Beispiel in Gruppen die Natur zu erforschen. Viele Leute reisen nicht mehr so gerne, und darum ist es naheliegend, mit Interessierten Wanderungen in der Region zu unternehmen. Das Limmattal bietet in jeder Beziehung viel Überraschendes und Neues.»