Sturm

Nur kleine Einsätze: «Sabine» verschont das Limmattal

Die Feuerwehren Geroldswil-Oetwil sowie Dietikon mussten je einmal wegen eines Baums auf der Strasse ausrücken.

Die Feuerwehren Geroldswil-Oetwil sowie Dietikon mussten je einmal wegen eines Baums auf der Strasse ausrücken.

Orkan Sabine hält Zürcher Feuerwehren auf Trab – in der Region mussten jedoch nur Dietikon und Uitikon ausrücken.

Nicht einmal eine Woche ist es her, dass das Sturmtief Petra durch die Schweiz zog und seine Spuren hinterliess – nun wütet bereits das nächste Unwetter. Mit der Gefahrenstufe 4 von 5 hält Orkan Sabine seit Sonntagabend den Kanton Zürich auf Trab: Am Flughafen Kloten wurden über 100 Flüge annulliert, den Zürcher Zoo-Tieren wurde der Freigang gestrichen, Bäume wurden entwurzelt, Strassen gesperrt und Schulen geschlossen.

Zu grösseren Ereignissen kam es in Wald und Bauma: Auf der Strecke zwischen Gibswil und Rüti kollidierte ein Regionalzug mit einer umgefallenen Tanne. Verletzt wurde bei dem Zusammenstoss niemand. In Bauma brannten zudem fünf landwirtschaftliche Gebäude nieder. Der starke Wind liess den Brand noch heftiger wüten. Das Feuer griff ausserdem auch noch auf einen nahegelegenen Wald über.

Wie stark «Sabine» blies, zeigte ein Blick auf die Messstation Hörnli: Zu Spitzenzeiten fegte «Sabine» dort mit 153 km/h durch. Zum Vergleich: Sturm Lothar erreichte vor rund 20 Jahren rund 180 km/h. Die Einsatzleitzentrale von Schutz und Rettung Zürich verarbeitete zwischen 6.30 Uhr und 17 Uhr fast 1500 Anrufe und disponierte rund 300 Feuerwehr- sowie 160 Rettungsdiensteinsätze im Kanton. Auch in der ganzen Schweiz zeigte sich «Sabine» von ihrer zerstörerischen Seite.

Feuerwehr Uitikon: «Wir haben unsere Pager parat»

Ausser anscheinend im Limmattal: Bis auf einzelne kleine Schäden blieben die Gemeinden vorerst verschont. Folgende Feuerwehren mussten gestern nicht ein einziges Mal ausrücken: Schlieren, Weiningen, Ober- und Unterengstringen, Urdorf, Bergdietikon und Birmensdorf-Aesch. Die Feuerwehren Geroldswil-Oetwil sowie Dietikon mussten je einmal wegen eines Baums auf der Strasse ausrücken. Die Feuerwehr Uitikon war ebenfalls unterwegs: «Wir mussten den heruntergefallenen Ast eines Mammutbaumes und ein kleines Gartenhäuschen aus dem Weg räumen», sagt Kommandant Werner Oetiker. «Ansonsten hatten wir Glück.»

Auch wenn sich die Schäden bislang in Grenzen halten, sind die Feuerwehren weiterhin in Alarmbereitschaft. «Wir haben unsere Pager parat», sagt Werner Oetiker. Denn für die Nacht auf heute war ein weiteres Sturmhoch angesagt. Noch bis Mittag hält der starke Wind an.

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