Limmattal
Nur eine dritte Gubriströhre löst das Stauproblem

Die Nutzung des Pannenstreifens tauge nicht zur Staubekämpfung, ist der Zürcher Regierungsrat überzeugt. Die beste Lösung sei der Bau der dritten Gubristtunnel-Röhre.

Jürg Krebs
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Die äusserste rechte Spur Urdorf-Nord soll als vierter Fahrstreifen geführt werden, sagen die Kantonsräte Gutknecht, Dalcher und Steiner. Das löst das Stauproblem nicht, sagt der Regierungsrat und stützt sich auf Angaben des Bundesamts für Strassen und der Kantonspolizei.jk

Die äusserste rechte Spur Urdorf-Nord soll als vierter Fahrstreifen geführt werden, sagen die Kantonsräte Gutknecht, Dalcher und Steiner. Das löst das Stauproblem nicht, sagt der Regierungsrat und stützt sich auf Angaben des Bundesamts für Strassen und der Kantonspolizei.jk

Die Nutzung des Pannenstreifens löst das Stauproblem nicht. Das meldet der Regierungsrat auf die Anfrage der Kantonsräte René Gutknecht (GLP, Urdorf), Pierre Dalcher (SVP, Schlieren) und Rolf Steiner (SP, Dietikon) ins Limmattal zurück. Sie hatten nach einer Lösung gesucht, den Stau auf der Autobahn zwischen Urdorf-Süd und Limmattalerkreuz zu zerstreuen und dabei zwei Massnahmen vorgeschlagen.

Einerseits hatten sie angeregt, den Pannenstreifen für eine Verlängerung der Ausfahrt Urdorf-Nord zu nutzen. Andererseits sollte der Pannenstreifen etwas weiter vorn in Richtung Gubristportal als vierte Fahrspur genutzt werden.

Diese Massnahmen würden nicht nur den Verkehr verflüssigen, sie würden auch die Autofahrer davon abhalten, auf die Kantonsstrassen und somit die Gemeinden Urdorf, Schlieren und Dietikon auszuweichen.

Das für die Vorschläge zuständige Bundesamt für Strassen (Astra) lässt wissen, dass «die vorgeschlagene Ausfahrtsverlängerung Urdorf-Nord den Rückstau auf der A3 nur geringfügig verkürzen würde». Zudem befürchtet das Astra, dass die verlängerte Ausfahrt die Autofahrer dazu verleitet, den Weg durch die umliegenden Ortschaften zu wählen, was dort zu unerwünschtem Mehrverkehr führt. Der Verkehr solle auf der Autobahn kanalisiert werden können.

Auch der zweite Vorschlag ist nicht so hilfreich, wie er auf den ersten Blick scheint. Die Umwandlung des Pannenstreifens zu einer vierten Spur würde gemäss der Kantonspolizei Zürich die Staulänge nur geringfügig verringern. Zudem müsste die Autobahnbrücke über die Limmat voraussichtlich verbreitert werden. Und: Die Polizei befürchtet Unfälle durch die vielen Fahrstreifenwechsel.

Schliesslich aber ist die Umnutzung eines Pannenstreifens an langwierige Verfahren gebunden. Gemäss Astra wäre es somit fraglich, ob dies bis zum Ausbau der Nordumfahrung, sprich dem Bau einer dritten Tunnelröhre beim Gubrist, «überhaupt möglich wäre».

Aus all diesen Gründen verzichtet der Zürcher Regierungsrat, dem Anliegen von Gutknecht, Dalcher und Steiner nachzukommen.

Im Übrigen untersucht das Astra im Zusammenhang mit dem Programm Motorisierter Individualverkehr und Limmattalbahn die Umgestaltung des Anschlusses Urdorf-Nord und die Koordination der Lichtsignalanlagen auf der Bernstrasse. Das Ergebnis dieser Arbeiten dürfte sich positiv auf die A3-Staus auswirken und die Ortsstrassen entlasten. Die beste Massnahme hingegen sei der Bau der dritten Gubrist-Tunnel-Röhre.

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