Nicht Biennale, sondern Regionale heisst die für das Jahr 2025 terminierte Ausstellung. Gezeigt werden sollen dort innovative Projekte und Ideen, die für den gesamten Raum Limmattal stehen, zu einer regionalen Identität führen und ein Zugehörigkeitsgefühl der Bevölkerung schaffen. Dieses Ziel hat sich der vor einem Jahr von den Kantonen Zürich und Aargau sowie 13 Limmattaler Gemeinden und Städten gegründete Verein Regionale Projektschau Limmattal gesetzt.

Seit Kurzem nun besitzt er eine Geschäftsstelle, die sich im ehemaligen Volg-Lädeli an der Altbergstrasse in Dietikon befindet. Es ist der neue Arbeitsplatz von Peter Wolf, der diesen Sommer die Geschäftsleitung des Vereins übernommen hat. Zusammen mit seiner Assistentin Gabrielle Gerber Suter kümmert er sich von dort aus um ein erstes kantons- und gemeindeüberschreitendes Projekt – den Agglomerationspark Limmattal. Damit wird das Ziel verfolgt, durch einen möglichst zusammenhängenden Freiraum und ein gut entwickeltes Naherholungsgebiet die Region aufzuwerten und die Lebensqualität für die Bewohner zu steigern.

Breites Themenfeld

In diese Richtung sollen auch die künftigen Projekte zielen, die an der Regionale 2025 ausgestellt werden. Damit dies gelingt, müssen sie allerdings zuerst gefunden werden. Und hier setzt der Verein Regionale Projektschau Limmattal an. «Das Themenfeld ist sehr breit. Wir suchen nicht nur nach Landschaftsprojekten. Auch nach solchen aus den Bereichen Mobilität, Städtebau oder Kultur und Gesellschaft», sagt Peter Wolf, der einen Master in Urban Management besitzt und bereits an verschiedenen Projekten im Limmattal mitgearbeitet hat. Wichtig sei, dass es sich um Projekte handle, die für die gesamte Region einen Mehrwert bringen, die gemeindeübergreifend sind, die einen gewissen Pilotcharakter für die Region haben und zur Förderung einer gemeinsamen Identität beitragen. Und das vor dem Hintergrund eines sich rasch wandelnden und wachsenden Bevölkerungs- und Wirtschaftsraums. Ein gutes Beispiel für ein solches Vorhaben sei etwa die Aufwertung des Limmatuferwegs, die als Initialprojekt im Rahmen des Agglomerationsparks vor zwei Jahren realisiert worden ist.

Der Verein setzt dabei auf die Zusammenarbeit mit den verschiedensten Akteuren. Kommendes Jahr soll ein Projektaufruf gemacht werden. «Dabei werden ähnlich einem Architekturwettbewerb Kriterien vorgegeben», so Wolf. Der Aufruf richte sich an Gemeinden, Standortförderer, Unternehmer, aber auch an die Bevölkerung. 2019 soll dann eine erste Zwischenschau realisiert werden.

Die ETH ist auch involviert

Zuerst geht es für Wolf jedoch darum, abzuklären, welche Bedürfnisse die einzelnen Akteure haben. Er habe diesbezüglich bereits einige Gespräche geführt. «Denn es ist wichtig, zu wissen, welchen Weg wir einschlagen wollen», hält er fest. Das Limmattal biete die Möglichkeit, noch einige Dinge auszuprobieren. Im Gegensatz etwa zur Stadt Zürich, wo man sich bereits gut auskenne damit, wie man mit der Entwicklung umgehen müsse, sei man hier noch nicht so weit. «Das ist eine grosse Herausforderung. Einfach die Ideen aus Zürich zu kopieren, funktioniert nicht», so Wolf. Als Beirat sei deshalb auch die ETH involviert. Sie soll bei der Entwicklung des Limmattals mithelfen.

Der Verein selber versteht sich als Impulsgeber. «Wir sind ein Türöffner. Durch unser Netzwerk können wir die verschiedenen Akteure zusammenbringen», sagt Brigitta Johner, ehemalige FDP-Kantonsratspräsidentin aus Urdorf und Präsidentin des Vereins. Sie würden als Koordinatoren fungieren. Als jene Stelle, an der die Fäden zusammenlaufen. Zudem, so Wolf, würde man solchen Leuten zur Seite stehen, die noch nicht viel Erfahrung damit haben, wie man etwa an Fördergelder für eine Projektumsetzung gelangt. «Wir sind grundsätzlich dazu da, die grenzüberschreitenden Projekte zu begleiten.»