Oberengstringen

Nun kämpfen drei Anwärter um den freien Sitz im Gemeinderat

Das Gemeindehaus Oberengstringen

Das Gemeindehaus Oberengstringen

Die Ausgangslage beim zweiten Wahlgang für die Erneuerung des Gemeinderats in Oberengstringen vom 18. Mai wird spannend: Gabriella Martini, Inhaberin der Kindertagesstätte Storch, gab am Wochenende ihre Kandidatur für den Gemeinderat bekannt.

Nur einen Tag davor gab Stefan Bolz (AL) bekannt, definitiv um den Sitz der zurücktretenden Käthi Mühlemann (SP) zu kämpfen (siehe Ausgabe vom Samstag). Und mit Kurt Leuch, dem Präsidenten des Politischen Forums Engstringen (PFE), hatte sich bereits vorletzte Woche ein Kandidat aufstellen lassen. Nachdem im ersten Wahlgang der Gemeinderatswahlen wegen Personalmangels bei den Parteien nur sechs Kandidaten angetreten sind, kämpfen nun beim zweiten Durchgang also gleich drei Anwärter um den verbleibenden siebten Sitz.

Martini war gestern für weitere Auskünfte zu ihrer Kandidatur nicht zu erreichen. In einem Kurzporträt präsentiert sich die ausgebildete Sozialarbeiterin und Präsidentin der Bau- und Siedlungsgenossenschaft Höngg als Politikerin, die sich «für gesunde Finanzen, Wohnen im Alter, bezahlbare Wohnungen und für Kinderbetreuung» einsetzen will. Eine Parteizugehörigkeit der 52-Jährigen geht aus diesem Schreiben nicht hervor.

Martini kann nicht mit SP rechnen

Auch wenn Martini ihre Kernthemen eher im Wirkungsfeld des linken Lagers ansiedelt als etwa Leuch, kann sie nicht mit der Unterstützung der SP rechnen: Diese beschloss an der Mitgliederversammlung von vergangenem Donnerstag, dem AL-Kandidaten Bolz die Unterstützung zuzusichern. Er liebäugelte bereits vor dem ersten Wahlgang mit einer Kandidatur am
18. Mai. Allerdings hatte er noch auf die Unterstützung der SP gewartet. Dies, obwohl er im ersten Wahlgang mangels Gegner allergrösste Chancen hatte, den Sitz zu gewinnen.

Dass sich zwischenzeitlich Leuch vom PFE aufstellen liess, lässt die Erfolgschancen von Bolz und Martini schwinden: Leuch geniesst die volle Unterstützung des bürgerlichen Lagers. AL-Politiker Bolz schätzte seine Chancen bei den Wahlen nach Bekanntgabe seiner eigenen Kandidatur unter diesen Umständen «unter 50 Prozent». (fni)

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