Limmattal
Nun haben sich 80 Personen die Landschaftsspange Sulperg-Rüsler erwandert

Die Regionale 2025 hat ihre rund zwölf Kilometer lange Wanderung mit einem Jahr Coronaverspätung nun doch noch durchgeführt. Am vergangenen Sonntag holte sie ihre Querwanderung im Landschaftskorridor Sulperg-­Rüsler nach.

LiZ
Merken
Drucken
Teilen
Bei der Querwanderung ging es mit Booten über die Limmat.

Bei der Querwanderung ging es mit Booten über die Limmat.

zvg

2021 wird so einiges nachgeholt, was 2020 nicht möglich war. Das gilt auch für die Regionale Projektschau Limmattal, kurz Regionale 2025 genannt. Am vergangenen Sonntag holte sie ihre Querwanderung im Landschaftskorridor Sulperg-­Rüsler – auch Landschaftsspange genannt – ­nach. 80 Personen hatten sich angemeldet und wanderten bei schönstem Wetter in sechs Gruppen, wie die ­Regionale 2025 am Montag mitteilte. Es seien Teilnehmende aller Altersklassen und von beidseits der Kantonsgrenze ­dabei gewesen, heisst es in der Mitteilung.

Die Wanderung war ursprünglich im Jahr 2020 vorgesehen, musste dann aber ­aufgrund der Coronapandemie verschoben werden. Nun wurde sie nachgeholt, Coronaschutz­konzept inklusive.

Neben der grossen Limmat gab es auch den kleinen Lugibach zu sehen.

Neben der grossen Limmat gab es auch den kleinen Lugibach zu sehen.

zvg

Mit der rund zwölf Kilometer langen Wanderung wollte die Regionale 2025, deren Büro sich im Dietiker Altberg-Quartier befindet, «das Scheinwerferlicht auf den wertvollen Freiraum zwischen den Gemeinden Neuenhof, Killwangen, Wettingen und Würenlos richten».

Vorbei an der Raststätte, hin zur Fischerhütte

Gestartet war die Wan­derung in Wettingen beim ­Bus-­Depot der Regionalen Verkehrsbetriebe Baden-Wettingen (RVBW). Nach einer Begrüssung durch den Wettinger Gemeindeammann Roland Kuster ging es los– zuerst hoch zum über Wettingen thronenden Sulperg, wo die Wandergruppen die grosszügige Aussicht auch auf die gegenüberliegende Talseite genossen. Dann ging es vorbei am Herteren­hof und dem Lugibach, zur Linken das Furttal im Blick und zur Rechten das Limmattal. Klar, dass sich die Regionale Projektschau Limmattal und ihre Wanderungsteilnehmer sodann für das Limmattal entschieden. Der Weg durch den Wald führte die Wandergruppe zur Autobahnraststätte in ­Würenlos, ehe es entlang der Limmat zur Wettinger Fischerhütte ging, wo die Mittagsrast stattfand. In Booten querten die Wanderinnen und Wanderer schliesslich die – hier wegen der Staumauer des Kraftwerks Wettingen sehr breite – Limmat, ­hinüber nach Neuenhof. Eines Tages wird sich diese Limmat­stelle auch ohne Boote queren lassen, aber noch ist die Fuss- und Radwegbrücke eben Zukunftsmusik.

Von Neuenhof bot sich der Rückblick zum Sulperg an, ehe zum Schluss der Weg zum Bahnhof Killwangen-Spreitenbach unter die Füsse genommen wurde. Zur Rechten streckt sich der Heitersberg in die Höhe respektive der Rüsler, der den Übergang von Neuenhof nach Oberrohrdorf im Reusstal bildet.

«Die Vielfalt ist beeindruckend»

«Lauschige Plätzchen am Waldrand, naturbelassene Flussufer, offene Weiden, intakte Lebensräume für Tiere, Andachts- sowie Ausflugsorte, ­Liege- und Badeplätze, Aussichtskanzeln, Landwirtschaftsbetriebe – die Vielfalt des Landschaftskorridors Sulperg-Rüsler ist beeindruckend und das Potenzial für Naherholung und Naturerlebnis gross», heisst es in der Mitteilung der Regionale 2025.

«Die Gemeinden Neuenhof, Killwangen, Wettingen und Würenlos haben dieses Potenzial erkannt und spannen zusammen, um die Bedeutung der Landschaftsspange hervorzuheben»,

erklärt Peter Wolf, Geschäftsleiter der Regionale 2025. Ein entsprechendes Projekt ist Teil der Regionale 2025; initiiert wurde es vom Regionalplanungsverband Baden Regio.

2019 wurde das Konzept für einen talquerenden Erholungsweg verabschiedet, 2020 wurde der Wettbewerb für den Bau eines neuen Limmatstegs zwischen Neuenhof und Wettingen/Würenlos ausgeschrieben.

Diese Fortschritte hätten, so Wolf, dazu geführt, dass die Regionale 2025 das Projekt für die Regionale Projektschau im Jahr 2025 nominierte.

Die nächste Tour führt von Zürich nach Dietikon

Der Verein Regionale 2025 wurde 2015 gegründet und wird von 16 Limmattaler Gemeinden sowie den Kantonen Aargau und Zürich getragen. Er verfolgt das Ziel, die Identität des Limmattals zu stärken, indem bis 2025 unterschiedliche Projekte unterstützt, koordiniert und auf ihrem Weg weitergebracht werden.

Zu den nominierten Projekten gehören unter anderem auch die Pischte 52 in Schlieren und die Allmend Glanzenberg in Dietikon.

Ein nächster Programmpunkt der Regionale 2025 ist für den 19. und 20. Juni vorgesehen: Dann geht es mit dem Velo der Limmat entlang – vom Zürcher Platzspitz bis zum Bahnhof ­Dietikon.